Übermittelt der Berater versehentlich ohne vorherige Abstimmung mit dem Mandanten eine für diesen gefertigte Selbstanzeige der Finanzverwaltung, liegt in der anschließenden Steuerfestsetzung kein ersatzfähiger Schaden (BGH 9.11.17, IX ZR 217/16, Abruf-Nr. 198665 ).
Der mit der Prüfung der Insolvenzreife eines Unternehmens beauftragte Steuerberater darf von der Wirksamkeit einer die Überschuldung beseitigenden Rangrücktrittsvereinbarung ausgehen (LG Münster 23.8.
Geht ein Rechtsstreit wegen eines Fehlers des Rechtsbeistands verloren, ist kein Schadenersatzanspruch gegeben, wenn das Ergebnis des Vorprozesses dem materiellen Recht entspricht (OLG Brandenburg 24.6.
Erwerber von Steuerberaterpraxen sollten bei der Abfassung des Praxiskaufvertrags sehr sorgfältig vorgehen und dabei ihr Augenmerk vor allem auf die Frage der Haftung für Beratungsfehler des Verkäufers richten, weil der Käufer einer Praxis auch für Beratungsfehler des Verkäufers haftet.
Versäumt ein entsprechend beauftragter Steuerberater, rechtzeitig eine Selbstanzeige (§ 371 AO) zu erstatten, muss er dem Mandanten die verhängte Geldstrafe sowie etwaige Verteidigerkosten zurückzahlen (OLG ...
Nach einem aktuellen Urteil des VG Düsseldorf (18.5.17, 6 K 7615/16) ist es rechtmäßig, dass einem Hobby-Piloten die Zuverlässigkeit nach dem Luftsicherheitsgesetz abgesprochen wird, weil er wegen ...
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Liegen objektive Tatsachen vor, dass ein Mandant Geldwäsche oder Terrorismusfinanzierung begangen oder versucht hat, ist der Steuerberater gemäß § 11 GwG verpflichtet, eine Verdachtsmeldung abzugeben. Geraten Steuerberater in den Fokus der Ermittlungsbehörden, müssen sie sich unangenehmen Fragen stellen. Um das zu vermeiden, sollten sie die Augen nicht verschließen, sondern gerade bei Zweifelsfällen vorsorglich die Verdachtsmeldung abgeben.