Rechtliche Berater müssen ihren Mandanten über eine Verschlechterung der Erfolgsaussichten eines Verfahrens stets hinweisen, wenn die die rechtliche oder tatsächliche Ausgangslage ändert (BGH 30.4.26, IX ZR 154/24).
Eine beanstandungsfrei verlaufene Betriebsprüfung entbindet den Lohnbuchhalter nicht ohne Weiteres davon, auf die Klärung der Sozialversicherungspflicht eines GmbH-Geschäftsführers hinzuwirken. Das gilt ...
Zahlt ein Rechtsanwalt Fremdgeld versehentlich an einen Nichtberechtigten aus, muss er die Ansprüche des Mandanten nochmals erfüllen (LG Stralsund 25.3.26, 2 O 1/24).
Steuerberater können ein auf besonderem Vertrauen beruhendes Mandatsverhältnis grundsätzlich gemäß § 627 Abs. 1 BGB fristlos kündigen. Das setzt voraus, dass kein Arbeitsverhältnis und kein dauerndes Dienstverhältnis mit festen Bezügen besteht. Bei einer Kündigung zur Unzeit bleibt die Kündigung zwar regelmäßig wirksam; ohne wichtigen Grund kann der Mandant jedoch Ersatz des hierdurch entstehenden Schadens verlangen.
Eine entsprechende Anwendung des § 25 HGB (Haftung eines Betriebsübernehmers) auf die Übertragung einer Steuerberatungskanzlei ist unzulässig, weil diese Bestimmung zumindest in Bezug auf freie Berufe nicht ...
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Ein Kalkulationsschaden fordert den Nachweis, dass bei pflichtgemäßer Aufklärung Preise entsprechend berechnet und am Markt auch durchsetzbar wären (OLG Celle 10.4.26, 20 U 1/26).