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12.01.2026 · Nachricht aus Anwalt und Kanzlei · Wiedereinsetzung in den vorherigen Stand

Trotz „Fristendruck“ muss sich Anwalt einarbeiten dürfen

Immer wieder läuft Rechtsuchenden die Zeit davon, wenn sie einen Notanwalt brauchen. Nun hat der BFH entschieden, dass Wiedereinsetzung zu gewähren ist, wenn kurz vor Fristablauf doch noch ein Anwalt gefunden wird, dem dann aber die notwendige Zeit fehlt, sich in einen schwierigen Prozessstoff einzuarbeiten (9.7.25, X B 111/24, Abruf-Nr. 249407 ). > lesen

15.12.2025 · Nachricht aus RVG professionell · Reisekosten

Anwalt bricht zu Gericht auf: Es zählt der Kanzleisitz

Das Gericht will die Reisekosten einer Anwältin nicht festsetzen, da diese einer anwaltlichen Partnerschaft angehört, die auch eine Niederlassung am Gerichtsort hat. Das BVerwG sagt dazu klar: Die Reisekosten sind zu erstatten, denn die Niederlassung ist keine Zweigstelle der Kanzlei der Anwältin (25.9.25, 11 KSt 4.25 [11 A 6.24], Abruf-Nr. 251403 ).  > lesen

26.09.2025 · Nachricht aus Vollstreckung effektiv · Vollstreckungsklausel

Das Gericht muss handeln, nicht der Gläubiger

Wird aus einem Umgangstitel vollstreckt, muss sich nicht allein der Gläubiger um die Vollstreckungsklausel kümmern, so das OLG Karlsruhe (24.7.25, 5 WF 49/25, Abruf-Nr. 249948 ). Die Klausel ist zwar entbehrlich, wenn die Vollstreckung durch das Gericht erfolgt, das auch den Titel erlassen hat. Gläubiger müssen aber aufmerksam sein, wenn es mit mehreren Gerichten unübersichtlich wird.  > lesen

26.09.2025 · Nachricht aus Vollstreckung effektiv · Familienrecht

Auskünfte und Belege inhaltlich und nach Zeitraum
genau bezeichnen

Auch in familienrechtlichen Fällen kann ein Vollstreckungstitel schnell wirkungslos sein. Wiederholt machen Gläubiger den Fehler und verweisen auf Schriftstücke, anstatt präzise zu benennen, was der Schuldner tun soll. Soll der Schuldner sowohl Auskunft erteilen als auch Belege vorlegen, muss der Gläubiger gleich auf zwei zwingende Merkmale im Titel achten, so jüngst das OLG Hamburg (29.7.25, 7 WF 69/23, Abruf-Nr. 249949 ).  > lesen

27.12.2025 · Nachricht aus RVG professionell · Reisekosten

Anwalt bricht zu Gericht auf: Es zählt der Kanzleisitz

Das Gericht will die Reisekosten einer Anwältin nicht festsetzen, da diese einer anwaltlichen Partnerschaft angehört, die auch eine Niederlassung am Gerichtsort hat. Das BVerwG sagt klar dazu: Die Reisekosten sind zu erstatten, denn die Niederlassung ist keine Zweigstelle der Kanzlei der Anwältin (25.9.25, 11 KSt 4.25 [11 A 6.24], Abruf-Nr. 251403 ). > lesen

16.12.2025 · Nachricht aus Anwalt und Kanzlei · Videoverhandlung

WhatsApp statt Sitzungssaal: Aussage per Video möglich

Kleine Smartphone-Displays haben vor Gericht eigentlich keine Chance. Das AG Dortmund erlaubte jetzt eine Zeugenaussage im Termin per WhatsApp (27.3.25, 729 OWi-268 Js 298/25-30/25, Abruf-Nr. 248825 ). Das Gericht machte es ausdrücklich von dem Einverständnis des Zeugen abhängig. > lesen

12.12.2025 · Nachricht aus Anwalt und Kanzlei · Verfahrensrecht

Warum konnte niemand einspringen, Herr Anwalt?

Die Messlatte liegt hoch, bei Krankheit einen Gerichtstermin kurzfristig verlegt zu bekommen (AK 25, 109). Neben dem Attest wollen Gerichte wissen, warum keine Kanzleikollegen einsprangen. Wurde eine Gesamtvollmacht erteilt und sind mehrere Kollegen vorhanden, können diese ersatzweise erscheinen (BSG 4.7.25, B 2 U 1/24 B, Abruf-Nr. 249598 ). > lesen

03.12.2025 · Fachbeitrag aus Anwalt und Kanzlei · Prompts in (R)echtzeit

ChatGPT interpretiert Bilder für Sie

Das neue ChatGPT-5 bietet ein besonderes Feature: Der Bot erkennt nicht nur, was auf Fotos oder Zeichnungen zu sehen ist, sondern auch, wie dies vielleicht juristisch zu deuten ist. Bildmaterial von Mandanten oder Zeugen lässt sich analysieren und Sie erhalten Texte für die Korrespondenz mit Behörden und Gerichten.  > lesen

19.11.2025 · Nachricht aus Anwalt und Kanzlei · Stellenausschreibungen

Nicht diskriminierend: „Rechtsanwaltsfachangestellte gesucht“

Wer mehrere Mitarbeiter einstellen will und „Rechtsanwaltsfachangestellte gesucht“ formuliert, muss im gesamten Anzeigentext eindeutig erkennen lassen, dass geschlechtsneutral mehrere Personen gemeint sind (ArbG Duisburg 2.5.24, 3 Ca 1245/23, Abruf-Nr. 248912 ). > lesen

12.11.2025 · Nachricht aus Anwalt und Kanzlei · Prozesskostenhilfe

(Alte) Anwaltskosten mindern einzusetzendes Vermögen

Wird PKH beantragt, mindern besondere Belastungen das einzusetzende Vermögen des Mandanten. Das können auch Ratenzahlungen auf Anwaltskosten aus Straf- oder Bußgeldverfahren sein. Allerdings müssen sie angemessen hoch und schon vereinbart gewesen sein, bevor das neue Verfahren absehbar war (LAG Bremen 9.4.25, 1 Ta 1/25, Abruf-Nr. 247702 ). > lesen

03.11.2025 · Nachricht aus Anwalt und Kanzlei · Elektronischer Rechtsverkehr

Wer es fünfmal probiert, darf von gestörter Justiz-IT ausgehen

Ein Anwalt bekommt mehrfach Fehlermeldungen, als er kurz vor Fristablauf einen Schriftsatz übermitteln will. Störungen bei dem Empfänger-Gericht waren nicht gemeldet. Allerdings konnte der Anwalt zur selben Zeit problemlos beA-Nachrichten an andere Gerichte senden. Das OLG Celle entschied: Eine Ersatzeinreichung war nicht notwendig (3.6.25, 14 U 226/24, Abruf-Nr. 249041 ). Aber: Anwälte sollten jedoch nicht davon ausgehen, dass das andere Gerichte auch immer so sehen.  > lesen

29.10.2025 · Fachbeitrag aus Anwalt und Kanzlei · Kanzleiorganisation

Weiter im Sinkflug: Auch in 2024 gehen die Ausbildungszahlen zurück

Seit Jahren sinkt die Kurve der auszubildenden Fachangestellten. Das war auch im Jahr 2024 nicht anders: Die Zahlen in den vier Rechtsberufen gehen zurück. Eine kleine Überraschung gibt es in diesem Jahr: Kämpfte früher vor allem die Berufsgruppe der Rechtsanwaltsfachangestellten mit sinkenden Zahlen, verzeichnen dieses Mal die Auszubildenden als Rechtsanwalts- und Notarfachangestellte das größte Minus.  > lesen

22.10.2025 · Nachricht aus Anwalt und Kanzlei · Kanzleiorganisation

Es genügt nicht, wenn der Anwalt beim Versenden dabei ist

Ein Anwalt muss stets kontrollieren, ob der versendete Schriftsatz mit demjenigen übereinstimmt, den er zuvor korrigiert hat. Dies gilt auch, wenn der Anwalt beim gesamten Sendevorgang dabei ist (OLG Köln 12.6.25, 24 U 92/24, Abruf-Nr. 249955 ). > lesen

17.10.2025 · Nachricht aus Anwalt und Kanzlei · Elektronischer Rechtsverkehr

„Papier ist geduldig“ – Schonfrist für die E-Akte in der Justiz

Zum 1.1.26 sollte die elektronische Akte (E-Akte) flächendeckend das Papierzeitalter in der Justiz beenden. Die Digitalisierung läuft schleppend. Die Frist wurde daher noch einmal verlängert. Gerichte und Behörden können im Einzelfall bis zum 1.1.27 ihre Akten weiter auf Papier führen. > lesen

10.10.2025 · Nachricht aus RVG professionell · Erledigungsgebühr

Wer auf den Mandanten „einwirkt“, verdient Erledigungsgebühr

Einige Gerichte berücksichtigen auch die „Überzeugungsarbeit“ des Anwalts, wenn sich dadurch ein Verfahren erledigt; so nun auch das OVG NRW (17.6.25, 6 E 294/24, Abruf-Nr. 249398 ). Wer auf Mandanten einwirkt, sich zufriedenzugeben, verdient eine Erledigungsgebühr. Dies gilt auch, wenn der Rechtsstreit anteilig, aber noch nicht vollständig erledigt ist. > lesen

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