01.12.2003 · Fachbeitrag ·
Haftpflichtprozess
§ 119 Abs. 1 Nr. 1 GVG ist grundsätzlich
auch in Fällen einfacher Streitgenossenschaft anwendbar. Die
Rücknahme der Berufung gegen den einzigen Streitgenossen mit
Wohnsitz im Ausland hat jedenfalls dann keinen Einfluss auf die
Berufungszuständigkeit des OLG, wenn sie erst nach Ablauf der
Berufungsfrist erfolgt (BGH 13.5.03, VI ZR 430/02, NJW 03, 2686).
(Abruf-Nr. 031369)
01.12.2003 · Fachbeitrag ·
Geschwindigkeitsüberschreitung
Die Feststellung der
Geschwindigkeitsüberschreitung kann der Tatrichter auf die
geständige Einlassung des Betroffenen stützen, wenn er
überzeugt ist, dass die Angaben zutreffend sind, nicht jedoch,
wenn ...
01.12.2003 · Fachbeitrag ·
Atemalkoholmessung
Lässt sich im Einzelfall eine Fehlmessung des
Atemalkohols mit dem Messgerät „Alcotest 7110
Evidential“ der Firma Dräger ausschließen, ist die
Einhaltung der Wartezeit von 20 Minuten seit Trinkende ohne ...
01.12.2003 · Fachbeitrag ·
Fahrverbot
Dem Tatrichter steht, wenn er von einem
Regelfahrverbot absehen will, kein rechtlich ungebundenes freies
Ermessen zu. Deshalb muss er eine auf Tatsachen gestützte,
besonders eingehende Begründung geben, in der er im Einzelnen
darlegt, welche besonderen Umstände in objektiver und subjektiver
Hinsicht es gerechtfertigt erscheinen lassen, vom Regelfahrverbot
abzusehen. Dazu reicht es nicht aus, dass der Betroffene seine im
siebten Monat schwangere Ehefrau, die selbst keine Fahrerlaubnis
besitzt, täglich ...
01.12.2003 · Fachbeitrag ·
Unerlaubtes Entfernen vom Unfallort
Zum erforderlichen Umfang der Feststellungen
hinsichtlich der subjektiven Tatseite beim unerlaubten Entfernen vom
Unfallort (OLG Hamm 14.8.03, 2 Ss 439/03). (Abruf-Nr. 032162)
01.12.2003 · Fachbeitrag ·
Fahrverbot
Das OLG Koblenz hat die obergerichtliche
Rechtsprechung der letzten Jahre in sieben Leitsätzen
zusammengefasst (OLG Koblenz 1.9.03, 1 Ss 151/03, Abruf-Nr. 032160).
01.12.2003 · Fachbeitrag ·
Fahrverbot
Der Senat folgt nicht der Auffassung der OLG Hamm
(VRS 97, 449) und Braunschweig (DAR 99, 273), wonach auch bei einem
Wiederholungstäter i.S.d. § 2 Abs. 2 BKatV das in dieser
Vorschrift vorgesehene Fahrverbot nach der BGH-Grundsatzentscheidung
vom 11.9.97 (NZV 97, 525) nur noch verhängt werden könne,
wenn der neue Verstoß, der die „Beharrlichkeit“
begründen soll, nicht (nur) auf ein
„Augenblicksversagen“ zurückzuführen sei (OLG
Koblenz 16.6.03, Ss 139/03). (Abruf-Nr. 032161)