29.09.2025 · Nachricht aus Anwalt und Kanzlei · Kanzleiorganisation
Gerichtliche Eingangsbestätigungen sind vom Anwalt oder seinem Personal genau zu prüfen. Gerichte können einer Kanzlei aber nicht vorschreiben, wie schnell sie dies tun muss. Der BGH setzt ein Stoppschild in Sachen Sorgfaltspflichten und sagt: Wer eine Stunde vor Fristablauf den Schriftsatz verschickt, muss nicht umgehend die automatische Eingangsbestätigung des Gerichts prüfen (BGH 24.4.25, III ZB 12/24, Abruf-Nr. 248030 ).
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26.09.2025 · Nachricht aus Vollstreckung effektiv · Vollstreckungsklausel
Wird aus einem Umgangstitel vollstreckt, muss sich nicht allein der Gläubiger um die Vollstreckungsklausel kümmern, so das OLG Karlsruhe (24.7.25, 5 WF 49/25, Abruf-Nr. 249948 ). Die Klausel ist zwar entbehrlich, wenn die Vollstreckung durch das Gericht erfolgt, das auch den Titel erlassen hat. Gläubiger müssen aber aufmerksam sein, wenn es mit mehreren Gerichten unübersichtlich wird.
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26.09.2025 · Nachricht aus Vollstreckung effektiv · Familienrecht
Auch in familienrechtlichen Fällen kann ein Vollstreckungstitel schnell wirkungslos sein. Wiederholt machen Gläubiger den Fehler und verweisen auf Schriftstücke, anstatt präzise zu benennen, was der Schuldner tun soll. Soll der Schuldner sowohl Auskunft erteilen als auch Belege vorlegen, muss der Gläubiger gleich auf zwei zwingende Merkmale im Titel achten, so jüngst das OLG Hamburg (29.7.25, 7 WF 69/23, Abruf-Nr. 249949 ).
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07.08.2025 ·
Sonderausgaben aus AK Anwalt und Kanzlei · Downloads · Personal
In der heutigen Wettbewerbslandschaft stehen Rechtsanwaltskanzleien vor der Herausforderung, qualifizierte Anwälte und Mitarbeiter zu finden und langfristig zu binden. Der Arbeitsmarkt ist umkämpft, und die besten Talente sind rar. Die Suche und Bindung von geeigneten Fachkräften erfordert einen erheblichen Aufwand und verursacht häufig hohe Kosten. Die Sonderausgabe liefert konkrete Ideen, Strategien und praxisnahe Tipps, um diese Herausforderungen erfolgreich zu bewältigen, sich auf dem Bewerbermarkt als attraktiver Arbeitgeber zu positionieren und bestehende Mitarbeiter durch gezielte Maßnahmen zu halten.
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17.09.2025 · Nachricht aus Anwalt und Kanzlei · Arbeitsrecht
Ein Anwalt war bereits während seines Kündigungsschutzverfahrens in einer anderen Kanzlei tätig. Dies stellt nicht sofort einen Wettbewerbsverstoß dar (LAG Köln 24.4.25, 6 SLa 302/24, Abruf-Nr. 248378 ). Wird deshalb außerordentlich gekündigt, muss der Verstoß nachgewiesen werden.
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15.09.2025 · Nachricht aus Versicherung und Recht kompakt · Schadenersatz Impfschäden
Ein Rechtsschutzversicherer verweigert die Deckungszusage für einen Impfschaden-Prozess und argumentiert mit jüngerer Rechtsprechung. So geht es nicht, sagt das OLG Karlsruhe (15.5.25, 12 U 141/24, Abruf-Nr. 248419 ). Liegt zum Zeitpunkt der Deckungszusage eine Erfolgsaussicht vor, ist es nicht entscheidend, wenn sich die Rechtsprechung später negativ für den Kläger entwickelt.
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11.09.2025 · Nachricht aus RVG professionell · Erledigungsgebühr
Ein Bevollmächtigter erklärt sich mit der Erledigung des Rechtsstreits einverstanden, verlangt für den Mandanten aber noch eine Klarstellung. Obwohl diese für den Mandanten hier durchaus wesentlich war, sah das OVG NRW keinen Spielraum für eine Erledigungsgebühr (20.1.25, 6 E 325/24, Abruf-Nr. 247891 ).
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04.09.2025 · Fachbeitrag aus Anwalt und Kanzlei · Prompts in (R)echtzeit
Wer Schreiben und Schriftsätze formuliert, schlägt häufig Begriffe nach, kontrolliert die Rechtschreibung, sucht Synonyme oder will Textteile übersetzen. Geht das nicht alles bequem in einem Arbeitsschritt? Und ob, denn ChatGPT führt alles zusammen und merkt sich, was Ihnen Schwierigkeiten macht. Der Bot braucht nur ein kurzes Training. Wie leicht das geht und welchen Zeitgewinn Sie dann dauerhaft haben, erklärt dieser Beitrag.
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27.10.2025 · Nachricht aus Vollstreckung effektiv · Vollstreckungspraxis
Bei Eilentscheidungen müssen Gläubiger zügig vorgehen. Das KG weist darauf hin: Die Vollziehungsfrist nach § 929 Abs. 2 ZPO beginnt mit der Verkündung des Urteils und nicht erst zu einem späteren Zeitpunkt (5.8.25, 7 U 57/25, Abruf-Nr. 250443 ). Gläubiger müssen Schuldnern in Fällen wie diesen konkret ihren Vollstreckungswillen deutlich machen.
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20.08.2025 · Nachricht aus RVG professionell · Rechtsschutzversicherung
Ein Rechtsschutzversicherer verweigert die Deckungszusage für einen Impfschaden-Prozess und argumentiert im Prozess mit jüngerer Rechtsprechung. So geht es nicht, sagt das OLG Karlsruhe (15.5.25, 12 U 141/24, Abruf-Nr. 248419 ).
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07.08.2025 · Nachricht aus Anwalt und Kanzlei · Elektronischer Rechtsverkehr
Nachträglich in einem eEB eingetragene Daten zu bestreiten, ist äußerst schwierig. Inhalt und Rücksendung des eEB sind allein Willensakte des Anwalts, so das OVG Niedersachsen (28.4.25, 4 LA 12/23, Abruf-Nr. 248299 ).Das beA-Nachrichtenjournal weist dabei aus, wann ein Dokument eingegangen und das erste Mal geöffnet worden ist (AK 24, 2). So wird es zum Joker.
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04.08.2025 · Nachricht aus RVG professionell · Geschäftsgebühr
Wird die Geschäftsgebühr nach § 15a Abs. 2 RVG angerechnet, wenn der Anwalt in gleicher Sache vorgerichtlich und dann im gerichtlichen Verfahren jeweils verschiedene Personen vertritt? Das AG München verneint: Trotz desselben Gegenstands ändert sich der anwaltliche Arbeitsaufwand, da für beide Personen unterschiedliche wirtschaftliche Blickwinkel gelten (21.5.25, 331 C 17286/24, Abruf-Nr. 248909 ).
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04.08.2025 · Fachbeitrag aus Anwalt und Kanzlei · Belehrungspflicht
Schweigepflicht, Umgang mit Fristen, Hilfen im Notfall: Beginnt ein neues Ausbildungsjahr, müssen Anwälte den neuen Azubis genau erklären, wie sich diese auf unterschiedlichen Arbeitsebenen verhalten müssen. Dazu gehört auch, wie mit den digitalen Anwaltspostfächern und Social-Media-Kanälen der Kanzlei umzugehen ist. Unser Beitrag informiert anhand aktueller Rechtsprechung, worüber Sie Ihre Auszubildenden belehren müssen. Nutzen Sie außerdem die AK-Muster für Arbeitsanweisungen im ...
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31.07.2025 · Nachricht aus Anwalt und Kanzlei · Anwaltspraxis
Der Tätigkeitsbericht der Schlichtungsstelle der Rechtsanwaltschaft verzeichnet für das Jahr 2024 erneut einen Anstieg: Mit 1.003 Schlichtungsanträgen gingen ca. 11 % mehr Anträge als im Jahr 2023 ein. In geeigneten Fällen sind nun auch Videokonferenzen möglich. Zudem ist die Streitwertobergrenze von 50.000 EUR zum 1.1.25 weggefallen. Die Schlichtungsstelle kann jetzt wertunabhängig in allen Gebühren- und Schadenersatzangelegenheiten eingeschaltet werden.
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30.07.2025 · Nachricht aus RVG professionell · Aktuelle Gesetzgebung
Der Basiszinssatz des BGB ist zum 1.7.25 von 2,27 % auf 1,27 % gesenkt worden. Die Verzugszinsen für Verbraucher (§ 288 Abs. 1 BGB) liegen bei 6,27 % und die für den unternehmerischen Geschäftsverkehr (§ 288 Abs. 2 BGB) bei 10,27 %.
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