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  • Zertifikate - Die Bonität des Emittenten ist wichtig

    Im Gegensatz zu Investmentfonds ist die Schuldnerbonität des Gläubigers bei Zertifikaten wichtig. Hier ist die Rückzahlung im Insolvenzfall der Gesellschaft nicht durch das getrennt geführte Fondsvermögen gesichert, sondern nur bei solventen Emittenten. Damit stehen Derivate gleichrangig neben unbesicherten Schuldverschreibungen, was viele Anleger nicht beachten. Eine Garantiezusage bei einem Zertifikat ist vergleichbar mit der Rückzahlung des Nennwerts bei einer Anleihe. Seit Ausbruch der Hypothekenkrise ist die Bonität wieder in den Fokus gerückt. Aus diesem Grund veröffentlicht das Deutsche Derivate Institut unter www.ddi.de die Ratingnoten der Mitglieder. Doch nicht alle Emittenten werden von den Agenturen wie Moody´s oder Standard & Poor‘s bewertet und nicht alle Emittenten gehören dem Verband an. Somit gibt es kein großflächiges Rating aller Kredithäuser, die Zertifikate begeben. Ein wichtiger Aspekt ist zudem, dass einige Banken ihre Derivate über ausgegliederte Zweckgesellschaften emittieren. Sofern die Konzernmutter keine umfassende Garantieerklärung ausspricht, nutzt die Bonitätsübersicht wenig. Notwendig ist also weiterhin das Studium der einzelnen Prospekte. Anleger, die in Zertifikate investieren, gehen also neben dem allgemeinen Markt- auch oft ein Emittentenrisiko ein. Dieses ist bei den bekannten Bankhäusern aber eher zu vernachlässigen. 

     

     

    Quelle: Ausgabe 12 / 2007 | Seite 874 | ID 115924