30.09.2026 · Fachbeitrag aus Gestaltende Steuerberatung · Rechtsprechungsüberblick
§ 6b EStG zählt zu den bedeutendsten Gestaltungsinstrumenten des Ertragsteuerrechts. Die Vorschrift ermöglicht es, Veräußerungsgewinne aus bestimmten Anlagegütern zunächst steuerneutral zu behandeln und den Gewinn entweder auf ein begünstigtes Reinvestitionswirtschaftsgut zu übertragen oder für einen begrenzten Zeitraum in einer gewinnmindernden Rücklage zu erfassen. Die Besteuerung der stillen Reserven kann mit diesem „Steuerstundungsmodell“ auf einen späteren Zeitpunkt ...
> lesen
30.09.2026 · Fachbeitrag aus Praxis Steuerstrafrecht · Meistbegünstigungsprinzip
Bei der Umsatzbesteuerung der Imbiss-Gastronomie wurde differenziert: Vor Ort verzehrte Speisen unterlagen dem Regelsteuersatz von 19 %, während Speisen „zum Mitnehmen“ dem ermäßigten Steuersatz von 7 % unterfielen. Dies führte zu Abgrenzungsschwierigkeiten und war oft Gegenstand von Prüfungen und Strafverfahren. Seit dem 1.1.26 gilt nun der ermäßigte Steuersatz von 7 %. Der Beitrag untersucht die Auswirkungen dieser Änderung auf laufende Strafverfahren und kommt zu dem Ergebnis, ...
> lesen
30.09.2026 · Fachbeitrag aus Gestaltende Steuerberatung · Umsatzsteuer
Ob eine Transaktion als Geschäftsveräußerung im Ganzen (GiG) zu qualifizieren ist, hat häufig erhebliche finanzielle Bedeutung. Die Folgen einer Fehlbeurteilung reichen von USt-Nachforderungen über Liquiditätsbelastungen bis hin zu unerwarteten Vorsteuerberichtigungen. Besondere Bedeutung hat die GiG bei Unternehmensverkäufen, Umstrukturierungen, Asset Deals, Grundstückstransaktionen, Betreiberstrukturen und konzerninternen Neuordnungen. Der BFH hat die Anforderungen zuletzt weiter ...
> lesen
30.09.2026 · Fachbeitrag aus Gestaltende Steuerberatung · Betriebsausgaben
Handgeldzahlungen an Lizenzspieler anlässlich der Unterzeichnung von Arbeitsverträgen sind mittlerweile gängige Praxis im Profifußball. Nachdem das FG München (17.4.23, 7 K 414/22) noch entschieden hatte, dass solche Handgelder als Betriebsausgaben sofort abzugsfähig und nicht als aktiver Rechnungsabgrenzungsposten (RAP) auf die Vertragslaufzeit zu verteilen sind, hat der BFH die Weichen für die künftige bilanzsteuerrechtliche Behandlung solcher Handgelder im Profifußball neu gestellt ...
> lesen
24.06.2026 · Fachbeitrag aus Erbfolgebesteuerung · Vermögensnachfolge
Im ersten Teil dieser kleinen Beitragsserie (ErbBstg 26, 160 ff.) hatten wir bereits klargestellt, dass eine erfolgreiche Nachfolgeplanung regelmäßig eine interdisziplinäre Beratung erfordert. Nur durch die enge Verzahnung von gesellschaftsrechtlicher und erbschaftsteuerlicher Expertise lassen sich hier tragfähige Lösungen entwickeln. In Teil 2 stehen nun ertragsteuerliche Fallstricke und wichtige Gestaltungsaspekte in diesem Bereich besonders im Fokus. Neben der Bedeutung des ...
> lesen
24.06.2026 · Fachbeitrag aus Erbfolgebesteuerung · Gestaltungsmissbrauch
Verträge zwischen nahen Angehörigen unterliegen naturgemäß einer besonders kritischen Überprüfung durch die Finanzverwaltung, da es bei den Vertragsparteien i. d. R. an einem Interessenwiderstreit fehlt. Dies betrifft nicht nur die Frage, ob die getroffenen Vereinbarungen einem Fremdvergleich standhalten, sondern auch, ob ihrer steuerlichen Anerkennung eventuell ein Gestaltungsmissbrauch entgegensteht. Nachfolgend wird ein kompakter Überblick gegeben, wie sich die Finanzrichter zum ...
> lesen
24.06.2026 · Fachbeitrag aus Erbfolgebesteuerung · Rückforderungsrechte
Die Sicherung von Rückforderungsrechten durch Rückauflassungsvormerkungen ist ein gängiges Mittel, um den Schenker vor ungewollten Verfügungen hinsichtlich der verschenkten Immobilie zu schützen. Der Fall vor dem OLG Schleswig-Holstein (19.5.26, 2x W 68/25) verdeutlicht jedoch, wie schwierig es ist, die Löschung einer solchen Vormerkung nach dem Tod des Berechtigten zu erreichen, wenn keine klaren vertraglichen Regelungen zur Vererblichkeit oder Befristung getroffen wurden.
> lesen
01.09.2026 · Fachbeitrag aus Erbrecht effektiv · Nacherben-TV
Eine Testamentsvollstreckung (TV) zulasten der Nacherben (Nacherbentestamentsvollstreckung, § 2222 BGB) muss im Testament zumindest andeutungsweise zum Ausdruck kommen. Sie kann nicht allein aus der Anordnung einer allgemeinen Abwicklungsvollstreckung für den gesamten Nachlass oder einer Dauervollstreckung zugunsten der nicht befreiten Vorerbin hergeleitet werden. Dies hat das OLG Stuttgart entschieden und sich dabei auch zu weiteren Rechtswirkungen geäußert.
> lesen
24.06.2026 · Fachbeitrag aus Erbfolgebesteuerung · Der praktische Fall
§ 97 Abs. 1a BewG enthält Vorgaben zur Ermittlung des gemeinen Werts eines Anteils am Betriebsvermögen einer Personengesellschaft. Danach wird der gemeine Wert des Gesamthandsvermögens durch Vorwegzurechnung der Kapitalkonten, Verteilung des restlichen Betriebsvermögens nach dem maßgebenden Gewinnverteilungsschlüssel und Zurechnung der aktiven Wirtschaftsgüter und Schulden des SBV ermittelt. Was hier im Detail zu beachten ist, wird nachfolgend unter Berücksichtigung der ...
> lesen
19.08.2026 · Fachbeitrag aus Praxis Steuerstrafrecht · Der Steuerberater fragt, der Strafverteidiger antwortet
Bei finanzgerichtlichen Klagen kann die notwendige Angabe einer ladungsfähigen Wohnanschrift des Klägers nach § 65 Abs. 1 S. 1 FGO unter bestimmten Umständen unzumutbar sein.
> lesen
01.07.2026 · Fachbeitrag aus Erbrecht effektiv · Ausschlagung
Die wirksame Erbausschlagung führt zum rückwirkenden Wegfall der Erbenstellung (§ 1953 Abs. 1 BGB). Der ausgeschlagene Erbteil wächst den nächstberufenen Erben an (§ 1953 Abs. 2 BGB). Dabei kann die Ausschlagung unterschiedliche Motive haben:
> lesen
23.07.2026 · Fachbeitrag aus ZahnmedizinReport · CME-Beitrag
ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit/Hyperaktivitätsstörung) gibt es auch im Erwachsenenalter, manchmal wird sie sogar dann erst festgestellt. Mit diesen Patienten muss möglicherweise aufgrund ihrer besonderen Verhaltensweisen auch dann noch entsprechend umgegangen und auf sie eingegangen werden. Bei einer Implantattherapie spielen Planung und Überwachung bei diesen Patienten eine besondere Rolle, damit eine Implantation erfolgreich ist und bleibt.
> lesen
03.08.2026 · Fachbeitrag aus Erbrecht effektiv · Verjährung
Mit der Übertragung von Vermögen, sei es im Wege der vorweggenommenen Erbfolge oder im Todesfall, gehen vielfältige steuerliche Verpflichtungen einher. Von besonderer praktischer Bedeutung sind dabei die Verjährungsfristen. Die gesetzlichen Bestimmungen sind vielschichtig und häufig nicht einfach zu überblicken. Ziel dieses Beitrags ist es, diese Problematik anhand einfacher Beispiele zu erläutern und Ihnen für die Umsetzung praxiserprobte Checklisten an die Hand zu geben.
> lesen
15.09.2026 · Fachbeitrag aus Abrechnung aktuell · GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz
Der Hausärztinnen- und Hausärzteverband hat eine Mitgliederbefragung zur allgemeinen sowie finanziellen Situation der Arztpraxen durchgeführt. Für knapp 70 Prozent der Befragten hat sich die wirtschaftliche Situation der Praxen in den letzten fünf Jahren verschlechtert. Zusätzliche finanzielle Einbußen infolge des GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetzes erwarten 85 Prozent der insgesamt rund 4.700 Teilnehmer, darunter 4.550 niedergelassene und angestellte Hausärztinnen und Hausärzte ...
> lesen
24.06.2026 · Fachbeitrag aus Erbfolgebesteuerung · Vertragsübernahme
Die unentgeltliche Übertragung eines Kapitallebensversicherungsvertrags (Vertragsübernahme) unterliegt im Zeitpunkt der Übertragung des Vertrags der Schenkungsteuer und ist mit dem Rückkaufswert zu bewerten. Hat sich der Schenker den Nießbrauch an der Rückkaufsleistung vorbehalten, entsteht dieser Nießbrauch erst mit Kündigung des Kapitallebensversicherungsvertrags. Soweit zum Bewertungsstichtag keine Kündigung erfolgt ist, handelt es sich bei dem Nießbrauch um eine bedingte Last, die ...
> lesen