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  • · GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz

    Hausarztumfrage: 85 Prozent erwarten finanzielle Einbußen durch GKV-Spargesetz – Honorarpotenziale bei HzV und GOÄ

    Bild: Hausärztinnen- und Hausärzteverband

    Der Hausärztinnen- und Hausärzteverband hat eine Mitgliederbefragung zur allgemeinen sowie finanziellen Situation der Arztpraxen durchgeführt. Für knapp 70 Prozent der Befragten hat sich die wirtschaftliche Situation der Praxen in den letzten fünf Jahren verschlechtert. Zusätzliche finanzielle Einbußen infolge des GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetzes erwarten 85 Prozent der insgesamt rund 4.700 Teilnehmer, darunter 4.550 niedergelassene und angestellte Hausärztinnen und Hausärzte sind. Die Befragung wurde im Zeitraum vom 26.08. bis zum 06.09.2026 durchgeführt, die Ergebnisse sind laut Verband nicht repräsentativ.

     

    Bürokratie mit Abstand größte Belastung im Praxisalltag

    Wie der Hausärztinnen- und Hausärzteverband mitteilt, gaben knapp 80 Prozent der Befragten an, dass die Attraktivität ihres Berufes in den vergangenen fünf Jahren abgenommen habe. Für nur 8,4 Prozent ist sie gestiegen oder deutlich gestiegen.

     

    Die Befrgaten sehen das größte wirtschaftliche Potenzial in der Hausarztzentrierten Versorgung (HzV, knapp 35 Prozent), gefolgt von privaten bzw. Selbstzahlerleistungen, die nach GOÄ abgerechnet werden (rund 33 Prozent).

     

    Gefragt nach den größten Belastungen im Praxisalltag verweisen 71,5 Prozent der Befragten auf die Bürokratie. Mit etwas Abstand folgen Versorgungsdruck (41,6 Prozent), finanzieller Druck (39,2 Prozent), wechselnde politische Regularien (37,6 Prozent) und fordernde Patienten (35,2 Prozent).

     

    Buhlinger-Göpfarth: Limit längst erreicht, Stimmung im Keller

    Die Bundesvorsitzende des Hausärztinnen- und Hausärzteverbandes, Prof. Dr. Nicola Buhlinger-Göpfarth, erklärte angesichts der Umfrageergebnisse: „Politik und Selbstverwaltung sollten nicht den Fehler machen und sich darauf verlassen, dass die Hausarztpraxen unter jedweder Bedingung weiterbuckeln. Das Limit ist längst erreicht und die Stimmung in den Praxen im Keller. Wachsende Bürokratie, steigender finanzieller und Versorgungsdruck und auch ständig wechselnde politische Anforderungen zwängen uns in ein Korsett, in dem eine hochwertige Hausarztmedizin praktisch unmöglich ist.“

     

    Weiterführender Hinweis

    • Pressemitteilung des Hausärztinnen- und Hausärzteverbands vom 11.09.2026 zu den Ergebnissen der Mitgliederumfrage online unter iww.de/s16201
    Quelle: ID 50955014