Praxiswissen auf den Punkt gebracht.
logo
  • Meine Produkte
    Bitte melden Sie sich an, um Ihre Produkte zu sehen.
Menu Menu
MyIww MyIww
  • · Fachbeitrag · CME-Beitrag

    Dentalimplantate bei ADHS?

    ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit/Hyperaktivitätsstörung) gibt es auch im Erwachsenenalter, manchmal wird sie sogar dann erst festgestellt. Mit diesen Patienten muss möglicherweise aufgrund ihrer besonderen Verhaltensweisen auch dann noch entsprechend umgegangen und auf sie eingegangen werden. Bei einer Implantattherapie spielen Planung und Überwachung bei diesen Patienten eine besondere Rolle, damit eine Implantation erfolgreich ist und bleibt.

    ADHS nicht nur im Kindesalter

    ADHS ist eine neurologische Entwicklungsstörung, die im Kindesalter beginnt. Zu den Symptomen zählen Unaufmerksamkeit, motorische Hyperaktivität und Impulsivität. Wissenschaftler konnten zeigen, dass einige oder alle Symptome in ca. 40 bis 60 Prozent der Fälle sich bis ins Erwachsenenalter halten [1]. Allerdings zeigen die Symptome Hyperaktivität und Impulsivität über die Lebensspanne hinweg eine geringere Ausprägung. Dennoch muss eine bestehende ADHS bei der implantologischen Versorgung beachtet werden, da bestimmte Faktoren das Risiko für Komplikationen erhöhen.

    Implantate: Risikofaktoren bei ADHS

    Wer Zahnimplantate bei ADHS-Patienten plant, muss wissen, dass die Implantatüberlebensrate bei Patienten mit Erkrankungen aus dem neuropsychiatrischen, -kognitiven und degenerativen Formenkreis signifikant geringer ist als bei Patienten ohne diese Erkrankungen [2]. Begründet wird das u. a. durch die negative Wirkung der erforderlichen Medikationen auf den Speichelfluss und den Knochenstoffwechsel sowie eine durch die Erkrankungen beeinträchtigte Mundhygiene. Das trifft z. B. auf die für viele ADHS-Patienten aufgrund begleiteter Angststörungen oder Depressionen verschriebenen selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI) zu.