Beauftragt ein Insolvenzverwalter einen Anwalt der eigenen Kanzlei mit der Führung eines Rechtsstreits vor einem auswärtigen Gericht, sind die Reisekosten des beauftragten Anwalts vom Prozessgegner nicht zu
erstatten (BGH 8.3.12, IX ZB 174/10, Abruf-Nr. 121063 ).
Bei der Durchführung von Arbeiten im Stundenlohn muss der Werkunternehmer die Grundsätze wirtschaftlicher Betriebsführung beachten. Die
Erstattungsfähigkeit von Fahrtkosten ist in aller Regel nur bei Werkleistungen ...
Der Käufer einer Eigentumswohnung kann dem Zahlungsbegehren des Verkäufers nicht die „dolo agit“-Einrede entgegenhalten, wenn er vom Verkäufer nicht wegen fehlerhafter Beratung vor Abschluss des Kaufvertrags ...
Häufig müssen sich Mandanten mit zwar vertretbaren, aber letztlich unbegründeten Ansprüchen Dritter auseinandersetzen. Löst dies beim Mandanten einen Anspruch auf Ersatz der zur Abwehr entstehenden Rechtsanwaltsgebühren aus? Nicht ohne Weiteres - sagt das AG Köln (8.6.11, 119 C 57/11).
Das BVerg hat jetzt entschieden: Inkassokosten können bei nicht von vornherein bestehender Zahlungsunwilligkeit als Verzugsschaden geltend gemacht werden (7.9.11, 1 BvR 1012/11).
Sind wiederkehrende Leistungen als Schadenersatz zu erbringen, gilt für die Verjährung nicht Deliktsrecht. Anspruch und Verjährungsrecht sind zu trennen.
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Die Angabe einer Postfachadresse als Widerrufsadresse genügt beim Fernabsatzvertrag den gesetzlichen Anforderungen an eine Belehrung des Verbrauchers über sein Widerrufsrecht. Dies hat der BGH jetzt klargestellt (25.1.12, VIII ZR 95/11, Abruf-Nr. 120564; Anschluss an BGH 11.4.02, I ZR 306/99).