27.05.2026 · Fachbeitrag aus ErbBstg · Vermögensnachfolge
Bei der Beratung von Unternehmern gilt es nicht nur, stets die gesellschaftsvertraglichen Regelungen im Blick zu behalten, darüber hinaus ist eine steuerliche Abstimmung der Nachfolgeplanung immer unbedingt erforderlich. Dies betrifft insbesondere die geregelte Fortführung des Unternehmens im Todesfall oder auch schon zu Lebzeiten – für den Fall, dass der Unternehmer zeitweise oder dauerhaft geschäftsunfähig sein sollte. Bei einer vorausschauenden Beratung ist es oberstes Gebot, die ...
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27.05.2026 · Fachbeitrag aus ErbBstg · Bewertung von Grundbesitz
Die Bewertung von Grundbesitz für Zwecke der Erbschaft- und Schenkungsteuer erfolgt grundsätzlich nach den typisierten Verfahren der §§ 157 ff. BewG. Diese pauschalierenden Bewertungsansätze dienen der Verwaltungsvereinfachung und der Gleichmäßigkeit der Besteuerung, führen jedoch nicht selten zu Wertansätzen, die vom tatsächlichen Marktwert erheblich abweichen. Vor diesem Hintergrund kommt § 198 BewG als Korrektivnorm zentrale Bedeutung zu: Dem Steuerpflichtigen wird die ...
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27.05.2026 · Fachbeitrag aus ErbBstg · Betriebsaufspaltung
Für die Zwecke der Überentnahmeregelung gemäß § 13a Abs. 5 S. 1 Nr. 3 ErbStG in der ab dem 30.6.13 und bis zum 20.6.16 gültigen Fassung (a. F.) können die im Rahmen einer mitunternehmerischen Betriebsaufspaltung bei der begünstigten Betriebspersonengesellschaft erfolgten Entnahmen nicht mit den bei der nicht begünstigten Besitzpersonengesellschaft getätigten Einlagen saldiert werden, wie das FG Münster mit Urteil vom 15.1.26 (3 K 913/24 Erb) klargestellt hat.
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27.05.2026 · Fachbeitrag aus ErbBstg · Immobilienerbschaften
Wird eine Immobilie vererbt, gehen die verbleibenden, noch nicht verbrauchten Anschaffungs- oder Herstellungskosten auf den Rechtsnachfolger über. Dies bedeutet, dass der Erbe dazu berechtigt ist, die vom Rechtsvorgänger initiierte Gebäudeabschreibung fortzuführen. Anders verhält es sich bei der Verteilung des Erhaltungsaufwands gemäß § 82b EStDV. Hier ist der noch nicht abgeschriebene Anteil zwingend beim Verstorbenen zu berücksichtigen.
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27.05.2026 · Fachbeitrag aus ErbBstg · Vermögensnachfolge
Gehört zum Erbe ein Rentenbezugsrecht, dann erfolgt die Besteuerung meist mit dem Kapitalwert der Rente. Das kann aber zu Problemen führen, wenn z. B. die erforderliche Liquidität zur Steuerzahlung nicht vorhanden ist oder wenn der Erbe selbst frühzeitig verstirbt. Einen Ausweg bietet die Besteuerung der Rente mit dem Jahreswert. Hier ist aber zwischen der Aufzehrungs- und der Kürzungsmethode zu unterscheiden.
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24.04.2026 · Nachricht aus ErbBstg · Grunderwerbsteuer
Nach einer im einstweiligen Rechtsschutzverfahren getroffenen Entscheidung des FG Düsseldorf (15.7.25, 11 V 170/25 A[GE]) führt eine quotenwahrende Erbauseinandersetzung nicht zur Änderung des Gesellschafterbestands über mindestens 90 % der Anteile an einer grundbesitzenden Kapitalgesellschaft i. S. v. § 1 Abs. 2b GrEStG.
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24.04.2026 · Fachbeitrag aus ErbBstg · Interessenkonflikt
Veräußert der Testamentsvollstrecker ein zum Nachlass gehörendes Grundstück an seinen Ehegatten, bedarf es zur Wirksamkeit der Verfügung der Zustimmung des Erben, die dem Grundbuchamt gegenüber in der Form des § 29 Abs. 1 GBO und unter Vorlage eines Erbnachweises gemäß § 35 Abs. 1 GBO nachzuweisen ist (OLG Braunschweig 24.3.26, 2 W 37/26).
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24.04.2026 · Nachricht aus ErbBstg · Grundbuchverfahren
Das OLG Schleswig-Holstein hat in seinem Beschluss vom 13.3.26 (2x W 65/25, Abruf-Nr. 253573 ) nochmals klargestellt, dass das Grundbuchamt selbst in freier Beweiswürdigung unter Berücksichtigung sämtlicher Umstände des Einzelfalls zu entscheiden hat, ob eine ihm vorgelegte einfache Erklärung in der Form des § 29 Abs. 1 GBO zum Nachweis einer negativen Tatsache genügt. Das Gericht hat damit klargestellt, dass eine einfache, notariell beglaubigte Erklärung der Erben als Beweismittel ...
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24.04.2026 · Nachricht aus ErbBstg · Grundbuchverfahren
Im Grundbuch war als Eigentümer noch der im Jahr 2021 verstorbene E eingetragen. E wurde aufgrund eines handschriftlichen Testaments von B allein beerbt. Das Grundbuchamt forderte den B zur Stellung eines Berichtigungsantrags unter Vorlage eines Erbscheins auf. B teilte mit, dass ihm kein Erbschein vorliege. Die Kosten für die Beantragung eines Erbscheins hält er für eine unverhältnismäßige Belastung. Bei der Forderung nach einem Erbschein gehe es vorrangig um Generierung von ...
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24.04.2026 · Fachbeitrag aus ErbBstg · Unternehmensnachfolge
Während im privaten Bereich häufig der Gedanke einer ausgewogenen Verteilung des Vermögens zwischen den Familienmitgliedern im Vordergrund steht, ist bei Unternehmern die Funktionsfähigkeit des Unternehmens das primäre Schutzgut. Unternehmen sind regelmäßig nicht teilbar, ohne wirtschaftlichen Schaden zu verursachen. Ihre Stabilität hängt von klaren Entscheidungsstrukturen, funktionierenden Organen, abgestimmten Stimmrechten und ausreichender Liquidität ab. Das Erbrecht hingegen kennt ...
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