08.05.2026 · Nachricht aus GStB · Vermögensübertragung zwischen Ehegatten
Die Güterstandsschaukel ist ein bewährtes Instrument, wenn Vermögen auf den Ehepartner übertragen werden soll und dieses den Schenkungsteuerfreibetrag von 500.000 EUR übersteigt. Vom Finanzamt wird das Gestaltungsmodell jedoch regelmäßig kritisch beäugt – eine saubere Ausgestaltung ist daher besonders wichtig!
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24.04.2026 · Nachricht aus ErbBstg · Grunderwerbsteuer
Nach einer im einstweiligen Rechtsschutzverfahren getroffenen Entscheidung des FG Düsseldorf (15.7.25, 11 V 170/25 A[GE]) führt eine quotenwahrende Erbauseinandersetzung nicht zur Änderung des Gesellschafterbestands über mindestens 90 % der Anteile an einer grundbesitzenden Kapitalgesellschaft i. S. v. § 1 Abs. 2b GrEStG.
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24.04.2026 · Fachbeitrag aus ErbBstg · Interessenkonflikt
Veräußert der Testamentsvollstrecker ein zum Nachlass gehörendes Grundstück an seinen Ehegatten, bedarf es zur Wirksamkeit der Verfügung der Zustimmung des Erben, die dem Grundbuchamt gegenüber in der Form des § 29 Abs. 1 GBO und unter Vorlage eines Erbnachweises gemäß § 35 Abs. 1 GBO nachzuweisen ist (OLG Braunschweig 24.3.26, 2 W 37/26).
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24.04.2026 · Nachricht aus ErbBstg · Grundbuchverfahren
Das OLG Schleswig-Holstein hat in seinem Beschluss vom 13.3.26 (2x W 65/25, Abruf-Nr. 253573 ) nochmals klargestellt, dass das Grundbuchamt selbst in freier Beweiswürdigung unter Berücksichtigung sämtlicher Umstände des Einzelfalls zu entscheiden hat, ob eine ihm vorgelegte einfache Erklärung in der Form des § 29 Abs. 1 GBO zum Nachweis einer negativen Tatsache genügt. Das Gericht hat damit klargestellt, dass eine einfache, notariell beglaubigte Erklärung der Erben als Beweismittel ...
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24.04.2026 · Nachricht aus ErbBstg · Grundbuchverfahren
Im Grundbuch war als Eigentümer noch der im Jahr 2021 verstorbene E eingetragen. E wurde aufgrund eines handschriftlichen Testaments von B allein beerbt. Das Grundbuchamt forderte den B zur Stellung eines Berichtigungsantrags unter Vorlage eines Erbscheins auf. B teilte mit, dass ihm kein Erbschein vorliege. Die Kosten für die Beantragung eines Erbscheins hält er für eine unverhältnismäßige Belastung. Bei der Forderung nach einem Erbschein gehe es vorrangig um Generierung von ...
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24.04.2026 · Fachbeitrag aus ErbBstg · Unternehmensnachfolge
Während im privaten Bereich häufig der Gedanke einer ausgewogenen Verteilung des Vermögens zwischen den Familienmitgliedern im Vordergrund steht, ist bei Unternehmern die Funktionsfähigkeit des Unternehmens das primäre Schutzgut. Unternehmen sind regelmäßig nicht teilbar, ohne wirtschaftlichen Schaden zu verursachen. Ihre Stabilität hängt von klaren Entscheidungsstrukturen, funktionierenden Organen, abgestimmten Stimmrechten und ausreichender Liquidität ab. Das Erbrecht hingegen kennt ...
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24.04.2026 · Fachbeitrag aus ErbBstg · Nießbrauch
Die Übertragung von Rentenversicherungen gegen Nießbrauchvorbehalt ist ein beliebtes Instrument der vorweggenommenen Erbfolge. Doch unterliegt der gesamte Kapitalwert sofort der Schenkungsteuer, auch wenn der Beschenkte faktisch über keine Verfügungsmacht verfügt? Das FG Köln (4.9.25, 7 K 330/22, Abruf-Nr. 252308 ) hat jüngst in einem richtungsweisenden Urteil klargestellt, dass eine wirksame Zugriffssperre die Steuerentstehung für den Kapitalwert hinauszögert. Diese Entscheidung ...
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24.04.2026 · Fachbeitrag aus ErbBstg · Anteilsübertragung
Befindet sich im Betriebsvermögen einer KG eine Komplementärbeteiligung an einer KGaA, deren Vermögen zu mehr als 50 % aus Wertpapieren besteht und die daher als Verwaltungsvermögen einzuordnen ist, gehört die Komplementärbeteiligung bei der Übertragung des Anteils an der KG analog § 13b Abs. 2 S. 1 und 2 Nr. 3 Alt. 1, Nr. 4 ErbStG i. d. F. des AmtshilfeRLUmsG vom 26.6.13 (BStBl I 13, 802) nicht zum nach § 13a Abs. 4 ErbStG begünstigten Betriebsvermögen – so der BFH mit ...
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24.04.2026 · Fachbeitrag aus ErbBstg · Immobilien
Immobilienzuwendungen sind häufig Gegenstand von Schenkungsüberlegungen. Dabei steht nicht immer nur die Übertragung des Eigentums im Vordergrund. Gerade bei selbst genutzten Immobilien kommen immer auch Erwägungen auf, ein Nießbrauchs- oder Wohnungsrechts an der Immobilie zu verschaffen. Entsprechende Zuwendungsnießbräuche sind sowohl zugunsten des Ehegatten als auch zugunsten nichtehelicher Lebensgefährten oder anderer nahestehender Personen anzutreffen. Es stellt sich die Frage, ob ...
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24.04.2026 · Fachbeitrag aus ErbBstg · Testamentserrichtung
Das OLG Brandenburg hatte sich im Beschluss vom 10.2.26 (3 W 14/23) mit der Reichweite der Formerleichterung des § 2267 BGB zu beschäftigen. Danach genügt es zur Errichtung eines gemeinschaftlichen Testaments nach § 2247 BGB, wenn einer der Ehegatten das Testament eigenhändig errichtet und der andere Ehegatte die gemeinschaftliche Erklärung eigenhändig mitunterzeichnet. Doch muss er das Testament auch gelesen haben?
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