12.06.2026 · Fachbeitrag aus AStW · Social Media
Da WhatsApp eine unmittelbare Kommunikation zwar ermöglicht, aber nicht zwingend voraussetzt, unterfällt die Kommunikation den Regelungen unter Abwesenden. Wird ein per WhatsApp übermittelter Antrag auf Vertragsschluss erst 31 Tage später angenommen, ist die unter Abwesenden anzunehmende Annahmefrist abgelaufen. Das OLG Frankfurt am Main hat die Klage auf Rückkauf von Aktien mangels rechtzeitiger Annahme eines per WhatsApp übermittelten Angebots zurückgewiesen.
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12.06.2026 · Fachbeitrag aus AStW · Bilanzierung
Veräußert eine KG ein Grundstück, das sie innerhalb des Sechsjahreszeitraums i. S. v. § 6b Abs. 4 Satz 1 Nr. 2 EStG von einer
personenidentischen Schwester-KG entgeltlich erworben hatte, ist dies für die Bildung einer § 6b-Rücklage unschädlich. Dies hat das FG Münster mit Urteil vom 16.4.2026 (8 K 820/24 G,F) entschieden.
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12.06.2026 · Fachbeitrag aus AStW · Strenge Aufzeichnungspflichten
Die steuerliche Anerkennung eines häuslichen Arbeitszimmers ist seit Jahren Gegenstand zahlreicher gerichtlicher Entscheidungen. Im Mittelpunkt stehen dabei häufig die Fragen, ob das Arbeitszimmer den Mittelpunkt der gesamten betrieblichen und beruflichen Tätigkeit bildet und in welcher Höhe die hierauf entfallenden Aufwendungen abziehbar sind. Weniger im Fokus der Praxis stand bislang jedoch die Frage, welche formellen Anforderungen an die Aufzeichnung dieser Aufwendungen zu stellen sind.
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12.06.2026 · Fachbeitrag aus AStW · Steuerfreiheit von Corona-Sonderzahlungen
Der BFH hatte erstmals Gelegenheit, das Zusammenspiel von § 3 Nr. 11a EStG und dem durch das JStG 2020 kodifizierten Zusätzlichkeitserfordernis in § 8 Abs. 4 EStG näher zu konkretisieren. Im Mittelpunkt stand die Frage, ob eine als Corona-Sonderzahlung ausgewiesene Leistung auch dann steuerfrei bleibt, wenn sie wirtschaftlich an die Stelle freiwilliger Sonderzahlungen wie Urlaubsgeld oder Boni tritt.
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12.06.2026 · Fachbeitrag aus AStW · Lohnbuchhaltung
Der Lohnbuchhalter darf die sozialversicherungsrechtliche Einordnung eines Geschäftsführers aufgrund einer ohne Beanstandung verlaufenen Betriebsprüfung nur dann als hinreichend geklärt ansehen, wenn auch der Status des Geschäftsführers Gegenstand der Betriebsprüfung war und nach der Betriebsprüfung keine Zweifel offenbleiben, ob die bisherige Einordnung zutreffend war, so ein aktuelles Urteil des BGH.
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12.06.2026 · Fachbeitrag aus AStW · Gesellschaftsrecht
Die Ladung einer Gesellschaft zur Gesellschafterversammlung einer GmbH kann nicht dadurch bewirkt werden, dass ihrem Geschäftsführer die Ladung einer anderen Gesellschaft zugeht, die dieser gleichfalls vertritt. Der Grundsatz der unbeschränkbaren Vertretungsmacht des Geschäftsführers einer GmbH gilt nicht für den Rechtsverkehr mit einer von einem Gesellschafter als Alleingesellschafter und Geschäftsführer beherrschten GmbH. So hat der BGH aktuell geurteilt.
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12.06.2026 · Fachbeitrag aus AStW · Zivilrecht
Das OLG Zweibrücken hat entschieden, dass ein Plattformbetreiber die Daten eines Nutzers herausgeben muss, wenn dieser in einer Online-Bewertung unwahre Tatsachen über seinen (ehemaligen) Arbeitgeber behauptet.
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12.06.2026 · Fachbeitrag aus AStW · Kabinett beschließt Gesetz für digitale Identitäten
Die Bundesregierung hat am 20.5.26 den Entwurf für das Digitale-Identitäten-Gesetz (DIdG) beschlossen. Ziel ist die Einführung der europäischen EUDI-Wallet, mit der die Bürger ihre Identität künftig sicher per Smartphone nachweisen und digitale Dokumente nutzen können. Das erleichtert zahlreiche Alltagsprozesse – von Behördengängen bis zu Vertragsabschlüssen – und funktioniert europaweit.
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12.06.2026 · Fachbeitrag aus AStW · Steuerrisiko kennen
Der BFH hat in einem aktuellen Urteil unmissverständlich klargestellt, dass die Änderung eines Doppelbesteuerungsabkommens (DBA) zu einem Wegfall des Besteuerungsrechts und somit zu einer Entstrickung führen kann. Interessant sind auch die Aussagen zum Zeitpunkt bzw. zum Veranlagungsjahr, in dem die stillen Reserven aufzudecken sind.
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12.06.2026 · Fachbeitrag aus AStW · Gestaltung
Verkauft ein Unternehmer für sein Warensortiment oder für seine Dienstleistungen an einen Vermittler einen Mehrzweckgutschein, kann auch ohne Vereinbarung einer Vergütung beim Vermittler Umsatzsteuer anfallen. Ein aktuelles BMF-Schreiben vom 29.4.2026 nimmt Stellung zu dieser Thematik und weist auf die Änderung des Umsatzsteuer-Anwendungserlasses hin.
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