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Zertifikat - Attraktive Renditeaussichten bei vertretbarem Risiko

In Zeiten historisch geringer Zinsen und freundlicher Aktienmärkte bietet das BoostIncome-Zertifikat der Société Générale auf kurze Sicht attraktive Erträge mit langfristigen Aktienmarktchancen bei begrenztem Risiko. Das bis 19.12.2012 laufende Papier wird in Stuttgart und Frankfurt (WKN: SG2EAS) gehandelt und garantiert Anlegern in den ersten beiden Jahren einen Festzins von 7 v.H. Die Höhe des Zinskupons der fünf Folgejahre sowie der Rückzahlungsbetrag hängen von der Entwicklung eines Referenzkorbs ab. Dieser setzt sich an den jährlichen Beobachtungstagen aus den zehn Aktien zusammen, die sich am schwächsten aus einem Portfolio mit insgesamt 30 Aktien entwickelt haben. In diesem Korb sind weltweit renommierte Firmen wie Nestlé, E.ON, BASF, ING Bank, Hennes & Mauritz oder Enel enthalten. 

 

Der jährliche Zinskupon berechnet sich hier nach der Formel: 7 v.H. + 10 v.H. 

der Performance des Referenzkorbes, wobei der Satz nicht negativ wird. Ist an den jährlichen Beobachtungstagen der Referenzkorb um nicht mehr als 25 v.H. gefallen, greift eine Rückzahlungsgarantie. Notiert der Referenzkorb an einem jährlichen Beobachtungstag bei oder über 75 v.H., erfolgt die Rückzahlung sofort, nach dem 3. Jahr zu 107 v.H. oder dem höheren Wert des Referenzkorbs, in den jeweiligen Folgejahren dann zu mindestens 114 v.H., 121 v.H., 128 v.H. oder im letzten Jahr zu 135 v.H. 

 

Liegt der Kursverlust im dritten Jahr beispielsweise bei 26 v.H., wird der Kapitalschutz nicht aktiviert. Der variable Zinskupon beträgt dann 4,4 v.H. (7 + (10 v.H. von -26). Liegt der Verlust im vierten Jahr bei 22 v.H.,  

endet die Laufzeit. Dann erfolgt die Rückzahlung zum Nennwert sowie die Zahlung eines Zuschlags von 14 v.H. In diesem Fall hat der Besitzer des Zertifikates also zweimal 7 v.H. Garantiezinsen und einmal variable Zinsen von 4,4 v.H. erhalten und bekommt nun neben dem Nennwert weitere 14 v.H. Für eine vierjährige Laufzeit ist dies eine stattliche Rendite, zumal die zu Grunde liegenden Aktien ja per Saldo im Minus liegen. Verliert nun der Referenzkorb in allen Folgejahren mehr als 25 v.H., 

hängt alles vom Kursstand bei Fälligkeit Ende Dezember 2012 ab, da der Kapitalschutz nicht aktiviert wurde.  

 

Weist der Referenzkorb beispielsweise zum Laufzeitende ein Minus von 31 v.H. auf, erhält der Zertifikatbesitzer 69 v.H. des Nennwertes plus den Zins für das siebte Jahr in Höhe von 3,9 v.H. (7 v.H. + (10 v.H. x -31), 

zusammen also 72,9 v.H. ausbezahlt. Dies muss aber noch kein Verlustgeschäft ergeben, wie das nachfolgende Beispiel zeigt: 

 

Jahr 

1. 

2. 

3. 

4. 

5. 

6. 

7. 

Wert  

Referenzkorb 

-5 v.H. 

-9 v.H. 

-28 v.H. 

-30 v.H. 

-42 v.H. 

-29 v.H. 

-31 v.H. 

Zinskupon 

7 v.H. 

7 v.H. 

4,2 v.H. 

4 v.H. 

2,8 v.H. 

4,1 v.H. 

3,9 v.H. 

 

 

Die Summe aller Zahlungen liegt in diesem Beispiel bei 102 v.H. des Nennwertes, da es diesen ja noch zusätzlich in Höhe von 69 v.H. gibt.  

 

Ist der Wert des Referenzkorbs bei Fälligkeit hingegen um weniger als 25 v.H. gegenüber seinem Einstandsniveau gefallen, würde auch hier der Kapitalschutz aktiviert werden. Die Mindestrückzahlung läge dann bei 135 v.H. Für die Ertragsrechnung kommennoch die Zinszahlungen der einzelnen Vorjahre hinzu und machen insgesamt eine stattliche Rendite aus. Ideal aus Anlegersicht wäre, wenn der Referenzkorb immer leicht mehr als 25 v.H. gefallen und das Minus nur bei Laufzeitende kleiner ist. Dann wird die Maximalrendite erreicht. Ungünstig läuft es hingegen, wenn die Kurse Ende Dezember 2012 stark gefallen sind und sich entsprechend auch der Nennwert reduziert. Da der Emittent ein breites Spektrum an Aktien zu Grunde legt, ist ein gleichzeitiger drastischer Verfall aller Werte aber unrealistisch. 

 

Über den Zeitraum von 1980 bis Mitte 2005 ist in 965 verschiedenen Wochen simuliert worden, welche Rendite realisiert worden wäre. Bei jedem Szenario lag die jährliche Rendite bei oder über 7 v.H. und in 97 v.H. der Fälle erfolgte die vorzeitige Rückzahlung nach dem dritten Jahr. Trotz der vielen Vorzüge sollten Anleger beachten, dass diese Anleihe keine Kapitalgarantie besitzt. Daher kann es im Extremfall zu einem Totalverlust des vom Anleger eingesetzten Kapitals kommen, falls die im Aktienkorb enthaltenen Aktien an den Beobachtungstagen einen sehr niedrigen oder keinen wirtschaftlichen Wert mehr haben.  

 

 

Quelle: Ausgabe 02 / 2006 | Seite 135 | ID 114202