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Strukturierte Anleihe - An dividendenstarken deutschen Blue Chips verdienen

Kapitalmarktprodukte mit Garantie stehen bei Anlegern hoch im Kurs. Besonders gefragt ist derzeit eine besondere Form von Derivaten, die bei Fälligkeit mit hoher Wahrscheinlichkeit zumindest die Tilgung zum vollen Nennwert versprechen und deren zusätzlichen Erträge von der Performance mehrerer Aktien abhängt. Anlegern vermitteln diese Angebote das Gefühl, risikolos an der Börse teilhaben zu können. Das stimmt auch zum großen Teil, denn sofern es während der Laufzeit nicht zu massiven Kurseinbrüchen kommt, ist zumindest die Aussicht auf Jahresrenditen deutlich über Anleiheniveau realistisch. 

 

Ein gutes Beispiel für die möglichen Ertragsaussichten ist der German Level Performer (ISIN: AT0000440003) der Österreichischen Volksbanken. Grundlage dieser strukturierten Anleihe ist eine Auswahl zehn deutscher DAX-Aktien mit hohen Dividendenzahlungen wie Telekom, Post, E.ON oder RWE. Ein Investor erhält eine Rückzahlung von 113 v.H. nach 13 Monaten, wenn alle zehn Aktien an diesem Tag über 75 v.H. des Startwerts schließen. Ist dies nicht der Fall, läuft das Zertifikat für ein weiteres halbes Jahr, wobei sich die dann mögliche Tilgung auf 119,5 v.H. erhöht. Dieses Prozedere wiederholt sich halbjährlich. Bei Erreichen der maximalen Laufzeit am 20.12.2009 erhält der Anleger eine Rückzahlung von 152 v.H., wenn alle Aktien über 75 v.H. des Startwerts schließen. Liegt dann mindestens eine ausgewählte Aktie darunter, aber noch über 50 v.H., erfolgt die Tilgung zum Nennwert. Nur wenn eine der zehn deutschen Blue Chips die Barriere von 50 v.H. durchbricht, erfolgt die Rückzahlung analog der negativsten Aktienperformance. 

 

Steuerlich hat diese Anlageform zwei Vorteile. Da zumindest theoretisch ein Totalverlust möglich ist und der Ertrag von der Kursentwicklung einzelner Aktien abhängig ist, bleiben die Gewinne aus einer vorzeitigen Auszahlung oder bei Fälligkeit nach Ablauf der Spekulationsfrist steuerfrei. Werden solche Derivate in Auslandsdepots gehalten, unterliegen die Erträge nicht der EU-Zinsrichtlinie, sodass je nach Depotland weder Quellensteuer noch Kontrollmitteilungen anfallen. 

Quelle: Ausgabe 02 / 2006 | Seite 139 | ID 114204