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Finanzierung - Ein Darlehen im Voraus

Noch immer sind die Hypothekenzinsen niedrig, obwohl die Notenbanken fleißig den Leitzins nach oben schrauben. Aber die drohenden Inflationsrisiken über steigende Rohstoffpreise, anziehende Weltwirtschaft und Verschuldung der privaten und öffentlichen Hand werden auch nicht vor den Kreditkonditionen Halt machen. Schuldner, deren Festzinsen erst in ein paar Jahren auslaufen, sind daher von höheren Anschlusskonditionen bedroht. Eine Alternative ist die vorzeitige Kündigung des Altvertrags. Das kostet aber in der Regel eine Vorfälligkeitsentschädigung. Läuft der Hauskredit hingegen nur noch maximal ein Jahr, kommt ein vorgezogenes Anschlussdarlehen in Betracht. Hierfür werden zwar Bereitstellungszinsen verlangt, was aber bei langfristiger Bindung zu günstigen Konditionen auf Dauer nur eine untergeordnete Rolle spielt. Für längerfristige Zinsabsicherung ist das Forward-Darlehen interessant. Das gibt es für bis zu 3,5 Jahre im Voraus und kostet lediglich einen Zinsaufschlag von 0,1 v.H. bei einem und 0,7 v.H. bei drei Jahren Wartezeit. Dies erspart aber die Vorfälligkeitsentschädigung, denn der vorbestellte Kredit wird erst bei Ablauf des Altvertrags aktiviert. Sofern ein Mietshaus fremdfinanziert wird, gelten sowohl Vorfälligkeitsentschädigung als auch Bereitstellungszinsen als Werbungskosten.  

 

Quelle: Ausgabe 11 / 2006 | Seite 817 | ID 113714