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08.09.2026 · Fachbeitrag aus Praxis Steuerstrafrecht · Selbstanzeigeberatung

Entsperrt die 140.000-EUR-Grenze den Sperrgrund des § 371 Abs. 2 S. 1 Nr. 3 AO?

Der BGH hat entschieden, dass in den Fällen des § 180 Abs. 1 S. 1 Nr. 2a AO eine Steuerhinterziehung im besonders schweren Fall i. S. d. § 370 Abs. 3 S. 2 Nr. 1 Alt. 2 AO vorliegt, wenn die einer Personenmehrheit zuzurechnenden Einkünfte zugunsten der Feststellungsbeteiligten um mindestens 140.000 EUR abweichend von den tatsächlich erzielten Einkünften festgestellt sind (14.10.25, 1 StR 445/24, juris). Fraglich ist, wie sich diese Wertgrenze auf den Selbstanzeige-Sperrgrund des ... > lesen

24.08.2026 · Fachbeitrag aus Praxis Freiberufler-Beratung · Gestaltungstipp

Mit dem „Wiesbadener-Modell“ die Praxisimmobilie vom Praxisvermögen fernhalten

Insbesondere für (zahn-)ärztliche Freiberufler kommt es in der Praxis häufig vor, dass durch eigenbetriebliche Nutzung (etwaiger Praxisimmobilien) eine „gewerbliche Infizierung“ zuvor privater Immobilien entsteht. Bei einer späteren Asset-Veräußerung kommt es dann zu einer teuren Nachversteuerung. Insbesondere kommt durch die Steuerverstrickung im Betriebsvermögen die Spekulationsfrist (§ 23 EStG) durch einen steuerfreien Verkauf nach zehnjähriger Haltefrist nicht mehr in ...  > lesen

05.06.2026 · Fachbeitrag aus Betriebswirtschaft im Blickpunkt · Gesellschaftsrecht

Anlässe und Voraussetzungen der gerichtlichen Bestellung eines Notgeschäftsführers

Eine GmbH wird organschaftlich durch ihre Geschäftsführer vertreten. Fehlt ein Geschäftsführer, tritt Führungslosigkeit ein und die Passivvertretung der Gesellschaft erfolgt nach § 35 Abs. 1 S. 2 GmbHG durch die Gesellschafter. In einem besonders wichtigen Fall sieht das Gesetz vor, dass die Gesellschafter nicht nur zur Entgegennahme von Erklärungen berufen sind, sondern aktiv werden müssen: § 15 Abs. 1 S. 2 InsO erlegt die Insolvenzantragspflicht bei Führungslosigkeit den ...  > lesen

11.09.2026 · Fachbeitrag aus Aktuelles aus dem Steuer- und Wirtschaftsrecht · Das Altersvorsorgereformgesetz

Der Systemwechsel in der steuerlich geförderten privaten Altersvorsorge ab 2027

Mit dem Altersvorsorgereformgesetz (BGBl I 26 Nr. 156) hat der Gesetzgeber die seit 2002 bestehende „Riester“-Förderung grundlegend neu geordnet. Der folgende Beitrag fasst die für die Beratungspraxis wesentlichen Änderungen zusammen und zeigt Handlungsfelder für die Mandantenbetreuung auf.  > lesen

05.06.2026 · Fachbeitrag aus Betriebswirtschaft im Blickpunkt · Reform der Altersvorsorge

Private Vorsorge im Neustart: Mit Aktien, Fonds und ETF für das Alter sparen

Das Gesetz zur Reform der privaten Altersvorsorge (Altersvorsorgereformgesetz) ist beschlossen. Der Bundestag hat den Entwurf am 27.3.26 verabschiedet, und der Bundesrat hat dem Gesetz am 8.5.26 zugestimmt. Die grundlegenden Änderungen treten planmäßig zum 1.1.27 in Kraft. Mit dem Altersvorsorgereformgesetz verfolgt die Bundesregierung das Ziel, die steuerlich geförderte private Altersvorsorge grundlegend zu modernisieren. Hintergrund ist insbesondere die seit Jahren sinkende Akzeptanz der ...  > lesen

08.09.2026 · Fachbeitrag aus Familienrecht kompakt · Kindesunterhalt

Residenzmodell: So wird richtig gerechnet

Der BGH hat zwar bereits schon vor einiger Zeit seine Rechtsprechung geändert, wie Kindesunterhalt berechnet wird. Es sind aber immer noch Einzelheiten nicht ganz klar. Die folgenden Beiträge veranschaulichen daher noch einmal die Konsequenzen mit praktischen Tipps und Rechenbeispielen für Grundkonstellationen. Teil 1 behandelt das Residenzmodell. > lesen

11.09.2026 · Fachbeitrag aus Aktuelles aus dem Steuer- und Wirtschaftsrecht · § 13 EStG

Abzug pauschaler Betriebsausgaben bei Einkünften aus Land- und Forstwirtschaft

Der Begriff der forstwirtschaftlich genutzten Fläche gemäß § 51 EStDV ist mit dem Begriff der forstwirtschaftlichen Nutzung i. S. d. § 234 Abs. 1 Nr. 1 b) BewG gleichzusetzen.  > lesen

24.08.2026 · Fachbeitrag aus Praxis Freiberufler-Beratung · FG-Rechtsprechung kompakt

Wichtige Entscheidungen für die Freiberufler-Beratung

In diesem Beitrag haben wir wieder die für die Praxis bedeutsamsten Entscheidungen der Finanzgerichte zusammengestellt und kurz kommentiert. Da die Rechtsentwicklung häufig aufgrund ausstehender Revisions-, Verfassungsgerichts- oder EuGH-Entscheidungen noch nicht abgeschlossen ist, sollten die einzelnen Themen weiter im Auge behalten werden.  > lesen

12.08.2026 · Fachbeitrag aus Aktuelles aus dem Steuer- und Wirtschaftsrecht · Sozialversicherungsrecht

GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz: Was ab 2027 und 2028 auf Arbeitgeber, Lohnbüros und Berater zukommt

Mit dem Gesetz zur Stabilisierung der Beitragssätze in der gesetzlichen Krankenversicherung greift der Gesetzgeber erstmals seit Jahren gleichzeitig in zahlreiche Bereiche des Sozialversicherungsrechts ein. Die öffentliche Diskussion kreist um höhere Zuzahlungen – die eigentliche Sprengkraft für die Praxis liegt jedoch in den Details: einem dynamisierten Arbeitgeberbeitrag für Minijobs, einem neuen Faktor F, außerordentlich angehobenen Bemessungsgrenzen, dem Ende der vollständig ...  > lesen

24.08.2026 · Fachbeitrag aus Praxis Freiberufler-Beratung · Gesetzgebung

GKV-Stabilisierungsgesetz –
Was auf Leistungserbringer zukommt

Das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz sieht milliardenschwere Einsparungen vor, die vor allem Leistungserbringer und Versicherte direkt treffen. Das Gesetz wurde am 10.7.26 vom Bundestag und Bundesrat verabschiedet, am 29.7.26 verkündet und tritt stufenweise in Kraft. > lesen

21.08.2026 · Fachbeitrag aus Anwalt und Kanzlei · Elektronischer Rechtsverkehr

beA-Update auf die Version 4.5

Nach Komplikationen, die über Nacht beseitigt wurden, hat die BRAK am 2.7.26 die beA-Version 4.5 veröffentlicht. Für diese beA-Version muss lediglich die Anwendungskomponente auf die Version 4.5.0.0 aktualisiert werden. Dazu werden keine Administratorrechte benötigt. > lesen

24.07.2026 · Fachbeitrag aus Unfallregulierung effektiv · Mietwagen/Ausfallschaden/Abschleppkosten

Unfall kurz vor der mit dem Auto geplanten Urlaubsreise oder während der Reise

Eigentlich sollte es in Kürze mit dem Auto in den Urlaub gehen. Doch da wird nun nichts mehr draus. Denn ein unverschuldeter Unfall führt zur Unbenutzbarkeit des Fahrzeugs. Was sind nun die schadenrechtlichen Besonderheiten? UE liefert die Antwort.  > lesen

13.07.2026 · Fachbeitrag aus StiftungsBrief · Umsatzsteuer

Neues zu Vorsteuerabzug und nichtwirtschaftlicher Tätigkeit: So sind Stiftungen betroffen

Stiftungen verwirklichen regelmäßig unternehmerische, ideelle und ggf. private oder destinatärbezogene Nutzungen nebeneinander. Das BMF hat allerdings die umsatzsteuerliche Behandlung gemischt genutzter Gegenstände geändert. Wird ein unternehmerisch genutzter Gegenstand später vermehrt für nichtwirtschaftliche Tätigkeiten im engeren Sinne verwendet, ist nicht mehr die unentgeltliche Wertabgabe zu prüfen. Maßgeblich ist vielmehr eine Vorsteuerberichtigung nach § 15a UStG. SB ...  > lesen

11.09.2026 · Fachbeitrag aus Verkehrsrecht aktuell · Autokauf

Der private Leasingnehmer hat keinen
kaufrechtlichen Verbrauchersonderschutz

Der noch einmal angehobene Verbraucherschutz aus den neuen § 475e und § 475 Abs. 5 BGB gilt nicht für den privaten Leasingnehmer. Denn der ist kein Käufer, sondern nur Mieter eines Fahrzeugs. Ein Leasingvertrag mit einem Verbraucher, der die leasingtypische Abtretungskonstruktion enthält, ist auch kein unzulässiges Umgehungsgeschäft nach § 476 Abs. 1 S. 1 BGB. Das hat der BGH bereits vor langer Zeit entschieden (21.12.05, VIII ZR 85/05, Abruf-Nr. 060314 ). Es ist aus Anlass der ... > lesen

14.09.2026 · Urteilsbesprechung aus Vollstreckung effektiv · Unterhaltspfändung

Ehegatteneinkommen bei privilegierter
Unterhaltspfändung: BGH macht Kehrtwende

Der BGH vollzieht eine wichtige Kehrtwende: Gerade bei der privilegierten Pfändung wegen Unterhaltsforderungen nach § 850d ZPO kommt es entscheidend darauf an, welcher Betrag dem Schuldner als notwendiger Unterhalt verbleiben muss. Besonders lukrativ erschien bislang die Konstellation, dass der Schuldner mit einem gut verdienenden Ehegatten zusammenlebt. Nach der bisherigen Rechtsprechung des BGH (VE 13, 95) konnte dessen Einkommen bei der Bestimmung des notwendigen Unterhalts berücksichtigt ... > lesen

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