31.10.2025 · Nachricht aus MK · Wohnraummiete
Typisches Wohnverhalten kann eine außerordentliche Kündigung rechtfertigen, wenn das sozial adäquate Maß überschritten und der Hausfrieden nachhaltig gestört ist – etwa durch nächtliches Duschen, Staubsaugen oder Möbelrücken über mehrere Stunden (AG Hamburg 11.2.25, 21 C 344/24,
Abruf-Nr. 250653 ).
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31.10.2025 · Nachricht aus MK · Wohnraummiete
Verweigert ein Mieter die Erfüllung einer rechtskräftig titulierten Duldungspflicht, indem er die Besichtigung der Wohnung eigenmächtig auf zehn Minuten begrenzt und jede Berührung der beanstandeten Gegenstände untersagt, liegt eine erhebliche Pflichtverletzung vor. Dies rechtfertigt eine fristlose Kündigung. Die Kosten für die vorgerichtliche anwaltliche Kündigungserklärung sind nach § 280 Abs. 1 BGB ersatzfähig (AG Hamburg 4.7.25, 49 C 237/24, Abruf-Nr. 250643 ).
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31.10.2025 · Nachricht aus MK · Wohnraummiete
Beleidigt ein Mieter seinen Vermieter in rassistischer und menschenverachtender Weise, ist die Fortsetzung des Mietverhältnisses unzumutbar und eine außerordentliche fristlose Kündigung gerechtfertigt (AG Hannover 10.9.25, 465 C 781/25, Abruf-Nr. 250642 ).
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31.10.2025 · Nachricht aus MK · Wohnraummiete
Ist eine Wohnung besenrein zurückzugeben, genügt in der Regel ein bloßes Ausfegen. Hat der Mieter die Räume aber über längere Zeit nicht gereinigt, sind insbesondere Küche und Sanitärräume in hygienisch gebrauchsfähigem Zustand zurückzugeben. Darüber hinaus sind deutlich verschmutzte Fenster zu putzen und Staub, Ablagerungen und Spinnengewebe zu entfernen (AG Rheine 12.6.25, 10 C 78/24, Abruf-Nr. 250641 ).
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30.09.2025 · Fachbeitrag aus MK · WEG-Novelle
Die Aufgaben und Befugnisse des Verwalters gemäß § 27 WEG wurden durch das WEMoG grundlegend neugestaltet. Flankiert wird § 27 WEG von § 9b WEG, § 26 Abs. 3 S. 1 WEG und § 26a WEG. Die ersten Urteile des BGH konkretisieren nun die neuen Regelungen.
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30.09.2025 · Fachbeitrag aus MK · Heizkosten
Schon seit Längerem sind Ventilatoraufsätze für Heizkörper erhältlich (u. a. kermi.com/de/de/raumklima/produkte/ ). Solche Geräte werden u. a. beworben wie folgt: „Reduziert Heizkosten um bis zu 30 %“; „Bis zu 22 % Energieeinsparung“; „Schnelle Erwärmung – ganz ohne zusätzliche Energiequellen“; „Mehr Leistung … und gleichzeitig den Energieverbrauch senken“. Was vielversprechend klingt und auch durchaus sein kann, birgt aber rechtliche Fragestellungen, denen wir ...
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30.09.2025 · Fachbeitrag aus MK · Mieterschutz
Ursprünglich hatte man bei Wohnraum zum vorübergehenden Gebrauch i. S. d. § 549 Abs. 2 Nr. 1 BGB im Zusammenhang mit den weiteren in § 549 Abs. 2 BGB aufgeführten Wohnraummietverhältnissen meist nur an den eingeschränkten Kündigungsschutz für Mieter derartiger Wohnungen gedacht. Aktuell hat die Vorschrift im Zuge der Ausdehnung des Mieterschutzes, vor allem betreffend Mietpreisbremse und Mieterhöhung nach Mietspiegeln, erheblich an Bedeutung gewonnen. Besonders brisant: Etwa in ...
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30.09.2025 · Fachbeitrag aus MK · Mieterhöhung
Nach § 485 Abs. 2 ZPO kann das Einholen eines schriftlichen Sachverständigengutachtens u. a. beantragt werden, wenn ein Rechtsstreit noch nicht anhängig ist und ein rechtliches Interesse daran besteht, den Zustand oder Wert einer Sache festzustellen. Die Anforderungen an die Annahme eines rechtlichen Interesses sind sehr niedrig: Ausreichend ist die Möglichkeit der Vermeidung eines Rechtsstreits (§ 485 Abs. 2 S. 2 ZPO). Auf den ersten Blick mag man meinen, dass das Ziel, die ortsübliche ...
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30.09.2025 · Nachricht aus MK · Wohnungseigentum
Befindet sich in dem laut Teilungserklärung einem Eigentümer als Sondereigentum zugewiesenen Keller eine gemeinschaftliche Heizungsanlage, ist der Eigentümer jedenfalls aufgrund seiner Treue- und Rücksichtnahmepflichten so lange verpflichtet, die Heizungsanlage zu dulden, bis die Gemeinschaft eine alternative Heizmöglichkeit geschaffen hat. Auf die Frage der Sondereigentumsfähigkeit des Raums kommt es daher nicht an. Es dürfte aber viel dafür sprechen, die Frage der ...
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30.09.2025 · Nachricht aus MK · Wohnungseigentum
Ein Beschluss über Hausgeldvorschüsse ist hinreichend bestimmt, wenn sich die Zahlungsverpflichtung unter Bezugnahme auf die Einzelwirtschaftspläne eindeutig ergibt. Nach Ablauf eines Wirtschaftsjahrs können rückwirkend keine Vorschusspflichten mehr begründet werden. Für die Fälligkeit ist es unerheblich, ob Zahlungen auf ein Eigen- oder Treuhandkonto erfolgen; ein Zurückbehaltungsrecht besteht auch bei fehlendem Eigenkonto nicht (AG Dortmund 26.6.25, 514 C 112/24, Abruf-Nr. 250118 ).
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