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13.08.2018 · Fachbeitrag · Gesetzentwurf

„Jahressteuergesetz 2018“ – Teil 1: Betreiber von Internet-Marktplätzen sollen in Zukunft für die Umsatzsteuer ihrer..

| Die Betreiber von Internet-Marktplätzen sind in den Fokus der Bundesregierung geraten. Das Geschäftsmodell ist bekannt. In- und ausländischen Kunden wird über Internet Marktplätze der Zugang zu einer Vielzahl von Kunden auf dem deutschen Markt geschaffen. Dass neben eigenen Produkten der Plattformbetreiber auch Dritte die Plattform nutzen, um ihre Produkte an den Kunden zu bringen, ist kaum ersichtlich. Die gesamte Leistungspalette von Lieferung der Ware bis hin zur Abwicklung der Zahlung erfolgt regelmäßig über den Betreiber der Plattform. So gut das Geschäft für die Verkäufer läuft, so schlecht läuft es oftmals im Hinblick auf die von den Händlern abzuführende Umsatzsteuer. Der Steuerschaden wurde im Rahmen eines Antrags von Bundestagsabgeordneten der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN aus dem Jahr 2017 unter Berufung auf die Deutsche Steuergewerkschaft auf ca. 1 Mrd. EUR geschätzt (BT-Drs. 18/12556). Um dieser Entwicklung entgegenzutreten und das Umsatzsteueraufkommen zu sichern sowie zum Schutz der redlichen Marktteilnehmer, hat die Bundesregierung den Entwurf eines Gesetzes zur Vermeidung von Umsatzsteuerausfällen beim Handel mit Waren im Internet vorgelegt und nimmt die Betreiber von Internet-Marktplätzen stärker in die Verantwortung. Der folgende Beitrag soll die beabsichtigten Regelungen darstellen und die möglichen Folgen skizzieren. |