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  • · Fachbeitrag · § 24 EStG

    Entgeltlicher Verzicht auf Nießbrauch bei einem vermieteten Grundstück

    Das Entgelt für den Verzicht auf die Ausübung eines Nießbrauchsrechts an einem dem Privatvermögen zugehörigen Grundstück ist eine steuerbare Entschädigung gem. § 24 Nr. 1 Buchst. a EStG, wenn der Nießbraucher das Grundstück zum Zeitpunkt des Verzichts tatsächlich vermietet und hieraus Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung erzielt.

     

    Sachverhalt

    Streitig war, ob die Entschädigung für den Verzicht auf ein Nießbrauchsrecht an einem vermieteten Grundstück einkommensteuerbar ist. Das FA hatte die Entschädigung der Besteuerung nach § 23 EStG unterworfen, das FG hatte dies anders gesehen und der Klage stattgegeben. Im Revisionsverfahren hat der BFH nun entschieden, dass die Entschädigung zu einer steuerbaren und steuerpflichtigen Entschädigung für entgehende Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung führt.

     

    Entscheidung

    Nach § 24 Nr. 1 Buchst. a EStG gehören zu den Einkünften auch Entschädigungen, die als Ersatz für entgangene oder entgehende Einnahmen gewährt worden sind. Die Vorschrift des § 24 EStG hat keine die Einkünfte erweiternde, sondern lediglich eine die Reichweite der einzelnen Einkunftsarten klarstellende Bedeutung. Diese Klarstellung hat eine doppelte Wirkung.