logo logo
Meine Produkte: Bitte melden Sie sich an, um Ihre Produkte zu sehen. Anmelden
Menu Menu
MyIww MyIww
Jetzt testen

Geschlossener Fonds - Steuerfreie Erträge bis zum Jahr 2018 mit Windkraft

§ 15b EStG gilt seit November 2005 und hat viele Initiatoren gezwungen, ihre Geschäftsmodelle umzustellen. Ein Beispiel hierfür ist der Windenergiefonds Windfeld Kleisterhöhe/Spitzer Berg. Der Emittent ENERTRAG wirbt nunmehr mit der Aussicht, dass die Erträge aus dem Windpark bis zum Jahr 2018 steuerfrei bleiben. Von schnellen Verlustzuweisungen ist keine Rede mehr. Diese „Steuerfreiheit“ resultiert aus dem Umstand, dass die negativen gewerblichen Einkünfte der ersten Jahre nicht mehr mit anderen Einkünften verrechnet werden dürfen, sondern erst einmal konserviert werden. Die kumulierte Fortschreibung der Verluste führt nunmehr dazu, dass sie erst 2019 von den Gewinnen überschritten werden und erst dann zur Steuerpflicht führen. Außer dem Wegfall der Steuererstattungen in der Investitionsphase ergeben sich per saldo keine negativen Auswirkungen. Lediglich die Anrechnung der Gewerbesteuer entfällt in den Jahren, in denen der Fonds zwar schon Gewinne erzielt, die beim Anleger aber noch mit den vorherigen Verlusten einkommensteuerlich verrechnet werden. 

 

Die anfänglichen Verluste resultieren neben den Finanzierungskosten aus den Abschreibungen auf die Windkraftanlagen. Hier führt die degressive AfA über 16 Jahre sowie zusätzlich die Sonderabschreibung nach § 7g EStGvon 20 v.H. erst einmal zu hohen Aufwandsposten. Die werden erst langfristig mit den Erlösen aus der Stromeinspeisung ausgeglichen.Bereits ab 2007 sind jedoch Ausschüttungen aus den freien Liquiditätsüberschüssen von jährlich zwischen 6 v.H. und 9 v.H. des Eigenkapitals geplant. Ab dem Jahr 2021 sollen die über 26 v.H. bis auf 40 v.H. in 2026, dem letzten Fondsjahr, ansteigen. Insgesamt erhalten Anleger damit eine Rückzahlung von 310 v.H. Ihr Eigenkapital ist darin enthalten.  

 

Beispiel 

Einzahlung inkl. Agio 

- 10.500 EUR 

Summe sämtlicher Ausschüttungen 

31.000 EUR 

Zinsertrag auf die Einlage 

719 EUR 

Gewerbesteueranrechnung 

1.893 EUR 

Belastung ESt, KiSt, SolZ 

- 7.532 EUR 

Gesamtertrag 

15.580 EUR 

 

Ausgangslage: Beteiligung von 10.000 EUR, zu versteuerndes Einkommen von 60.000 EUR, Splittingtarif.  

 

Eine Kommanditbeteiligung an dem Windenergiefonds Windfeld ist ab 5.000 EUR möglich. Hinzu kommt ein Agio von 5 v.H. Das Fondsvolumen umfasst 19 Windkraftanlagen an den Standorten Spitzer Berg bei Magdeburg und Kleisterhöhe in der Uckermark im Land Brandenburg. Fünf der Anlagen sind bereits seit 2001 in Betrieb, die übrigen werden 2006 neu errichtet. Die Finanzierung erfolgt zu gut 80 v.H. über Kredite und der Rest über Eigenkapital. Bei den Fremdmitteln handelt es um zinsgünstige ERR- und KfW-Darlehen mit festen Zinssätzen von rund 3,5 v.H. Der Fonds läuft bis Ende 2026. Dann erwirbt die ENERTRAG die Anteile von den Anlegern. Dieser Ertrag ist bereits in der Ausschüttung von 310 v.H. enthalten. 

 

Die Renditeerwartung basiert auf den üblichen Windgutachten, die sich an den langjährig gemessenen Windgeschwindigkeiten vor Ort orientieren. Dabei ist zu erwähnen, dass in dem Gebiet weitere Anlagen geplant sind, was sich auf Dauer negativ auf das Windpotenzial auswirken kann. Vorteilhaft ist, dass für die laufenden Kosten der Anlagen Full-Service-Verträge abgeschlossen wurden. Es kann daher nicht zu unerwarteten Sonderaufwendungen aus Instandsetzungsarbeiten kommen. 

 

Der Initiator ENERTRAG AG ist eines der führenden deutschen Windkraftunternehmen mit über 300 Anlagen. Die Anlagen produzieren 1 Mrd. kWh Strom pro Jahr, was den Haushaltsbedarf von rund einer Million Menschen abdeckt. Der Anbieter hat bereits eine Reihe von Windkraftfonds aufgelegt. Die Prognosen wurden durchweg eingehalten. Das gilt besonders für die Investitionskosten. Weitere Informationen sind beim Vertriebsbeauftragten Umwelt Direkt erhältlich. Internet www.udi.de, Telefon 0911 9290550, Telefax 0911 9290555. 

 

Hinweis: Anlegern, die sich generell über die Windenergie informieren möchten, steht ein umfassendes Angebot der Bundesverbands WindEnergie e. V. zur Verfügung, im Internet unter www.wind-energie.de

Quelle: Ausgabe 03 / 2006 | Seite 209 | ID 114152