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  • · Fachbeitrag · BÄK

    Deutscher Ärztetag beginnt: Nebenrolle für Abrechnungsthemen

    Vom 12.05 bis zum 15.05.2026 findet der 130. Deutsche Ärztetag in Hannover statt. Anders als im Vorahr beim 129. Ärztetag in Leipzig, als der GOÄ-Reformentwurf verabschiedet wurde, spielen Themen mit Abrechnungsbezug diesmal nur eine Nebenrolle.

     

    Die GOÄ-Reform, die im vergangenen Jahr vom Ärztetag beschlossen wurde, wirdim Vorfeld des Ärztetags in Hannover kaum thematisiert. Weder bei den insgesamt neun offiziellen Tagesordnungspunkten noch im 113 Seiten umfassenden Programm (Tagesordnung und Programm online bei der BÄK) ist von der GOÄ oder der Reform die Rede. Immerhin äußerte sich der BÄK-Präsident Dr. med. Klaus Reinhardt auf einer Vorab-Pressekonferenz zum Stand der GOÄ-Reform: Die Umsetzung laufe, derzeit fänden Detail- und Plausibilitätsprüfungen statt, so Reinhardt. Ein Referentenentwurf seitens des Bundesgesundheitsministeriums (BMG) sei im Laufe des Jahres zu erwarten.

     

    Ein weiteres Thema mit unmittelbarer Auswirkung auf die Abrechnung und die Arzthonorare ist das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz. Dazu wird es auf dem Ärztetag lediglich eine „allgemeine Aussprache“ Aussprache geben. Der gesundheitspolitische Rahmen sei weitgehend gesteckt, heißt es. An der Eröffnungsveranstaltung im Hannover Congress Centrums (HCC) am 12. 05.2026 von 10 bis 12 Uhr wird allerdings auch Bundesgesundheitsministerin Nina Warken teilnehmen.

     

    Das Schwerpunktthema des diesjährigen Ärztetags ist die „Suchtmedizin im Wandel“. Dabei liegt der Fokus auf den stoffgebundenen Suchterkrankungen.

     

    Weiterer Tagesordnungspunkte ist u. a. die Novellierung der (Muster-)Berufsordnung für die in Deutschland tätigen Ärztinnen und Ärzte (MBO-Ä). In diesem Themenfeld wird dann auch das Recht auf eine kostenlose Erstkopie der Patientenakte besprochen. Es geht dabei um eine ensprechende Änderung im § 10 Abs. 2 MBO-Ä).

     

    FAZIT — Die vorgeplanten Themen des bevorstehenden Ärztetags drehen sich nur am Rande um Abrechnung bzw. das Arzthonorar. Das ist insbesondere hinsichtlich der GOÄ-Reform enttäuschend, da seit der Verabschiedung des Reformentwurfs auf dem Ärztetag in Leipzig außer Ankündigungen nicht viel passiert ist. Von daher und auch vor dem Hintergrund der deutlichen Einschitte bei ärztlichen Honoraren durch das aktuelle GKV-Spargesetz dürfte die Stimmung nicht gerade rosig sein. Bundesgesundheitsministerin Warken darf sich auf Gegenwind einstellen.

     
    Quelle: ID 50842655