· Fachbeitrag · Tierarztkostenversicherungen
Unterwegs auf teuren Pfoten … und mit der passenden Police?
von Christian Noe B. A., Göttingen
Den Deutschen sind Haustiere lieb und teuer. Und empfindlich teuer ist der Unterhalt von Fell und Gefieder tatsächlich geworden – vor allem bei Tierarztbesuchen. Tierkrankenversicherungen sollen die finanzielle Last dämpfen. Was Anwälte häufig übersehen: Mandanten sollten vorausschauend darauf hingewiesen werden, dass sie von Anfang an eine geeignete Police wählen, deren Leistungen sie genau kennen.
1. „Betrag dankend erhalten“ – Notfälle können hohe Kosten auslösen
Ein Beispiel: Die Besitzer eines Golden Retrievers steuern die Tierarztpraxis an. Die Symptome sind unspezifisch und leider ist umfassende Diagnostik notwendig: Unter anderem wird ein Blutbild gemacht, anschließend erfolgen Röntgenaufnahme oder Ultraschall, und weitere Kontrolluntersuchungen stehen an. Am Ende steht eine Rechnung in vierstelliger Höhe. So selten ist das nicht. Ergebnis: Zwar war der Hund zuletzt gesund bzw. es wurden bei der bestehenden Tierkrankenversicherung längere Zeit keine Rechnungen eingereicht. Trotzdem wird nun der Vertrag gekündigt. Wie auch in anderen Versicherungssparten kann der VR bereits nach nur einem Schadensfall den Vertrag außerordentlich beenden. Für den Tierbesitzer kann das problematisch werden, vor allem, wenn das Tier älter geworden ist und aufgrund Vorerkrankungen und älteren Schadenfällen nur geringe Chancen auf eine Versicherung bei anderen Anbietern bestehen. Diese schauen sich ohnehin immer die letzten gemeldeten Schadenfälle an. Oft gibt es dann gar keine Police mehr oder die monatlichen Prämien werden deutlich hoch eingestuft.
2022 trat eine neue Gebührenverordnung für Tierärzte mit neuen Sätzen in Kraft. Aber: Tierfreunde wissen nur zu gut, dass sich Krankheiten und Unfälle nicht pünktlich an reguläre Praxisöffnungszeiten halten. Wer nachts oder am Wochenende zum Notdienst muss oder die nächste Tierklinik anfährt, kann sogar mit einem vierfachen Gebührensatz rechnen.
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