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·Fachbeitrag ·Krankenversicherung

Individuellen Risikozuschlag bei Tarifwechsel

| Ein privater Krankenversicherer ist grundsätzlich berechtigt, beim Wechsel von einem Tarif mit Pauschalprämie, in die das durch Vorerkrankungen des Versicherten bedingte Risiko zuschlagsfrei einkalkuliert war, in einen Tarif mit Grundprämie für ein Basisrisiko und Risikozuschlägen einen individuellen Risikozuschlag gemäß § 204 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 i.V.m. § 203 Abs. 1 S. 2 VVG i.V.m. § 316 BGB zu erheben. |

 

Hierauf wies der BGH hin (15.7.15, IV ZR 70/15, Abruf-Nr. 178513). Bestehe ein Anspruch des VN auf einen Tarifwechsel, könne der VR, soweit die Leistungen in dem Tarif, in den der VN wechseln will, höher oder umfassender sind als in dem bisherigen Tarif, für die Mehrleistung einen Leistungsausschluss oder einen angemessenen Risikozuschlag und auch eine Wartezeit verlangen.

 

PRAXISHINWEIS | Auch wenn der Tarifwechsel auf den ersten Blick lohnenswert erscheint, sollten Sie Ihrem Mandanten immer zu einem zweiten Blick raten. Er soll sich unbedingt die Kalkulation des VR vorlegen lassen.

Quelle: Ausgabe 09 / 2015 | Seite 145 | ID 43551908