· Fachbeitrag · Vertragsrecht
Alte Policen in grauen Ordnern – teurer Schutz von gestern
von Christian Noe B. A., Göttingen
Versicherte merken häufig erst bei einem Schaden oder einer anwaltlichen Beratung, dass ihre Versicherungspolice nicht jeden Schaden abdeckt. Je älter der Vertrag, desto höher die Gefahr, dass moderne Risiken nicht berücksichtigt sind. Der moderne Alltag in Freizeit und Beruf hat in den letzten Jahren die Risiken verschärft. Anwälte sollten das Problem sichtbarer machen und Gefahren kommunizieren. Dies schafft auch Raum für innovative Serviceangebote von Kanzleien.
Viel Schutz, aber wenig Überblick: Fast die Hälfte der Deutschen hat fünf oder mehr Versicherungen. Drei von zehn Deutschen wissen aber nicht, wie viel sie dafür eigentlich bezahlen (Quelle: Zahlungsdienstleister Adyen, August 2025). Soweit die jüngere Statistik. Wer bereits die Kosten seiner Verträge nicht kennt, dürfte häufig auch nicht wissen, wie viel Patina schon an seinen Policen wächst und wie löchrig der Versicherungsschutz schlimmstenfalls geworden ist.
1. In einem Vertrag „vor unserer Zeit“ …
Das Problem veralteter Policen ist nicht neu, hat aber an Brisanz gewonnen. Das liegt auch an der rasch fortschreitenden Digitalisierung und den vielen technischen Innovationen, die sich in Heim, Freizeit und Beruf eingenistet haben. Mitunter schlummern sauber abgeheftete Verträge im Ordner, die vor zehn oder 20 Jahren abgeschlossen wurden.
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