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03.11.2008 |Leser-Erfahrungsaustausch

Vollstreckungs-Tipp des Monats:
Bootsbergung ohne Boot?

Oft sind es die ungewöhnlichen Vollstreckungsmethoden oder sogar Zufälle, die helfen, dem Schuldner auf die Schliche zu kommen und die Vollstreckungssache erfolgreich zu beenden.  

 

Diese Fälle wollen wir sammeln und an dieser Stelle im Leser-Erfahrungsaustausch veröffentlichen.  

 

Daher unsere Bitte: Schildern Sie uns Ihren „schönsten Fall“. Bei Veröffentlichung erhalten Sie ein Einsenderhonorar von 50 EUR. Unsere Anschrift: IWW-Institut, Redaktion „Vollstreckung effektiv“, Aspastraße 24, 59394 Nordkirchen, Fax: 02596 922-99, E-Mail: ve@iww.de.  

 

In dieser Ausgabe berichten wir über die Erfahrungen unserer Leserin, Inkassounternehmerin Nicole Meinhardt-Fräbel, Stuttgart. Der Fall belegt zum einen die Erkenntnis, dass eidesstattliche Versicherungen des Schuldners stets mit Gründlichkeit und „gesundem Menschenverstand“ vom Gläubiger zu prüfen sind. Zum anderen zeigt er, dass Schuldner sich oft der Konsequenzen ihres Handelns nicht bewusst zu sein scheinen und vielleicht nur einen kleinen „Denkanstoß“ benötigen. 

 

Vollstreckungs-Tipp: Bootsbergung ohne Boot?

Die Vollstreckungsmaßnahmen gegen Schuldner S. wegen einer Forderung von ca. 1.800 EUR aus der Bergung eines defekten Bootes waren negativ verlaufen. S. leistete die eidesstattliche Versicherung.  

 

Er gab dabei an, als selbstständiger Versicherungsvertreter keine festen Auftraggeber zu haben. Aus den gemachten Angaben ließen sich keine Hinweise für erfolgversprechende, weitere Vollstreckungsmaßahmen entnehmen. 

 

In dem Vermögensverzeichnis des S. war allerdings kein Boot aufgeführt und auch die Rubrik „Veräußerung von Vermögensgegenständen in den letzten 2 Jahren“ war mit „nein“ angekreuzt. 

 

Daraufhin schrieb unsere Leserin den S. an. Sie wies ihn auf die fehlenden Angaben zum Boot hin.  

 

Gleichzeitig erklärte sie ihm die strafrechtlichen Konsequenzen falscher bzw. auch fehlender eidesstattlicher Angaben (s. hierzu ausführlich VE 07, 171, 173).  

 

S. zahlte daraufhin prompt die komplette offene Forderung. 

 

 

Quelle: Ausgabe 11 / 2008 | Seite 198 | ID 122596