24.03.2026 · Fachbeitrag aus AStW · § 16 EStG
Veräußert ein Mitunternehmer bei einer doppelstöckigen Personengesellschaft seinen unmittelbaren Mitunternehmeranteil an der Untergesellschaft und veräußert die Obergesellschaft, an welcher der Mitunternehmer ebenso beteiligt ist, zugleich ihren Mitunternehmeranteil an der Untergesellschaft, so liegen – trotz Vereinbarung in ein und demselben Vertragswerk – zwei zivil- und steuerrechtlich selbstständige Veräußerungsvorgänge vor. Auch wenn für jeden dieser beiden ...
> lesen
24.03.2026 · Fachbeitrag aus AStW · § 110 AO
Kommt ein Notar seiner Pflicht zur Anzeige nach § 18 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 des GrEStG nicht innerhalb der gesetzlich vorgesehenen Zwei-Wochen-Frist nach, ist ein Antrag auf Wiedereinsetzung in den vorigen Stand nach § 110 der AO hinsichtlich der versäumten
Anzeigepflichtausgeschlossen.
> lesen
24.03.2026 · Fachbeitrag aus AStW · § 10b EStG
Die Kapitalverkehrsfreiheit nach Art. 63 des Vertrags über die
Arbeitsweise der Europäischen Union wird nicht dadurch verletzt, dass die steuerliche Berücksichtigung einer Spende an eine in der Schweizerischen Eidgenossenschaft ansässige Stiftung den im
Mitgliedstaat des Spenders geltenden nationalen Anforderungen unterworfen wird.
> lesen
19.03.2026 · Fachbeitrag aus AStW · FG Niedersachsen
Die Entscheidung (FG Niedersachsen 12.2.26, 2 K 152/25) stellt für die Angehörigen der rechts- und steuerberatenden Berufe klar, dass sie nach § 87a Abs. 1 Satz 2 AO mit den Finanzbehörden nicht aus dem beA oder beSt oder über das beBPo kommunizieren können. Andere Kommunikationswege sind von diesem Verbot nicht betroffen, sodass z. B. Einsprüche weiterhin auf dem Postweg fristwahrend eingelegt werden können. Das vom Gesetzgeber verfolgte Ziel, dass Eingänge bei den Finanzbehörden ...
> lesen
19.03.2026 · Fachbeitrag aus AStW · EuG-Urteil zum Zeitpunkt des Vorsteuerabzugs
Der Vorsteuerabzug ist von einem Unternehmer für den Besteuerungszeitraum geltend zu machen, in dem die Berechtigung zum Vorsteuerabzug entstanden ist. Voraussetzung ist, dass der Unternehmer vor Abgabe der Steuererklärung für diesen Besteuerungszeitraum bereits die Rechnung empfangen hat. So das EuG in seinem Urteil vom 10.2.2026 (T-689/24, I. S.A.). Der Erste Generalanwalt am EuGH ist damit nicht einverstanden!
> lesen
17.03.2026 · Fachbeitrag aus AStW · § 15 UStG
Die Vorschriften der MwStSystRL sowie die Grundsätze der Neutralität der Mehrwertsteuer und der Verhältnismäßigkeit stehen einer nationalen Regelung entgegen, nach der ein Unternehmer sein Recht auf Vorsteuerabzug in einer Steuererklärung für den Zeitraum, in dem er die materiellen Voraussetzungen für die Ausübung des Abzugsrechts erfüllt hat, nicht ausüben kann, wenn er in diesem Zeitraum die entsprechende Rechnung nicht erhalten hat, und zwar auch dann nicht, wenn sie ihm vor ...
> lesen
17.03.2026 · Fachbeitrag aus AStW · Europäische Gesetzgebung
Eine aktuelle Entscheidung des Gerichts der Europäischen Union (EuG) zur Vorverlagerung des Vorsteuerabzugs (11.2.26, T-689/24) hat weitreichende Konsequenzen für die Unternehmenspraxis und die Umsatzsteuer-Voranmeldung. Das Urteil erlaubt es Unternehmen, den Vorsteuerabzug bereits dann geltend zu machen, wenn die materiellen Voraussetzungen erfüllt sind – auch wenn die Rechnung erst später eingeht oder die Leistung noch nicht vollständig erbracht ist.
> lesen
17.03.2026 · Fachbeitrag aus AStW · § 5 EStG
Ein Versicherungsvertreter darf keine Rückstellung für einen Erfüllungsrückstand bilden, wenn er einen von einem Dritten aufgebauten Bestand an Versicherungskunden kommissarisch übernimmt, um durch Vermittlung von Neugeschäften in diesem Bestand Abschlussprovisionen zu erzielen. Dies gilt auch dann, wenn er zur Nachbetreuung dieses Bestands verpflichtet ist, ohne hierfür eine Bestandspflegeprovision zu erhalten.
> lesen
17.03.2026 · Fachbeitrag aus AStW · Gesellschafter-Darlehen
Für beherrschende GmbH-Gesellschafter-Geschäftsführer gelten spezielle Steuerspielregeln. Insbesondere bei Tantiemen kann der steuerliche Zufluss auch ohne Zahlung oder Gutschrift bereits im Zeitpunkt der Fälligkeit der Tantieme vorliegen. Doch kann diese Systematik auch auf Zinsen von Darlehen angewandt werden, wenn der GmbH-Gesellschafter-Geschäftsführer seiner GmbH ein Darlehen gewährt und für die Zinsen vereinbart, dass diese erst Jahre später von der GmbH bezahlt werden müssen? ...
> lesen