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Riester-Sparen - Mit staatlichen Zuschüssen renditestark für das Alter ansparen

Die freiwillige Riester-Altersvorsorge gibt es bereits seit 2002. Bei Einführung kaum beachtet, entwickelt sie sich nun zu einem Erfolgsmodell. Hierfür gibt es gleich mehrere Gründe. Die Steuerfreiheit der Kapitallebensversicherung ist 2005 entfallen, sodass die Branche Alternativangebote in den Vordergrund rückte. Die Verwaltung der Riester-Policen wurde seit 2005 einfacher, indem beispielsweise der Zulagenantrag über den Anbieter laufen kann, in der späteren Auszahlungsphase eine Kapitalabfindung möglich ist und sich die Kriterien für die Verträge von elf auf fünf gemindert haben: 

 

1.Es muss eine lebenslange Altersversorgung frühestens ab dem 60. Lebensjahr vorgesehen sein.
2.Die Abschluss- und Vertriebskosten müssen vertraglich über mindestens fünf Jahre verteilt werden.
3.Die spätere Auszahlung muss als monatliche Leibrente oder in Raten bis zum 85. Lebensjahr erfolgen.
4.Der Anbieter muss garantieren, dass bei der ersten Auszahlung zumindest das eingezahlte Kapital plus Zulagen zur Verfügung steht.
5.Während der Sparphase besteht der Anspruch, den Vertrag ruhen zu lassen, ihn auf eine andere Riester-Police zu übertragen oder auch gegen Auszahlung zu kündigen.

 

Zudem wurde 2006 die dritte Förderstufe gestartet. Hierdurch bringen Zulagen und Steuervorteile Renditen, die vergleichbare konservative Anlagen kaum erreichen. Das gilt sowohl für Gering- als auch für Gutverdiener, für Alleinstehende und Familien. Dabei fahren Sparer mit einer Riester-Police deutlich besser als mit einer ab diesem Jahr abgeschlossenen Kapitallebensversicherung. Ist nur ein Ehegatte zulagenberechtigt, kann der andere Partner in den Genuss der mittelbaren Förderung kommen und einen eigenen Vertrag abschließen. Das trifft etwa bei nicht Erwerbstätigen oder Selbstständigen zu, wenn der andere Partner Arbeitnehmer ist. 

 

Die Riester-Sparmöglichkeit begünstigt Familien mit Kindern. Je geringer das Einkommen, um so höher die Förderung. Denn das angesparte Vermögen setzt sich aus eigenen Beiträgen und Zulagen zusammen, die vom Familienstand und der Anzahl der Kinder abhängig sind. Darüber hinaus können sich die Beiträge auch noch als Sonderausgaben auswirken. Aufgrund der staatlichen Zuschüsse erzielen Sparer bezogen auf ihre Eigenleistungen daher stets ordentliche positive Erträge. Das Sparguthaben wird auch nicht auf das Vermögen für das Arbeitslosengeld II angerechnet.  

 

 

2006/2007 

ab 2008 

Sonderausgaben bis 

1.575 EUR 

2.100 EUR 

Grundzulage 

114 EUR 

154 EUR 

Zulage je Kind zusätzlich 

138 EUR  

185 EUR  

Mindestsparbetrag 

60 EUR 

60 EUR 

 

 

Förderung gibt es für Bank- und Fondssparpläne sowie Rentenversicherungen, die eine Auszahlung als Leibrente oder in Raten bis zum 85. Lebensjahr vorsehen. Während der Laufzeit sammeln sich die Erträge inklusive Zulagen ohne Steuerbelastung an. Die regulären Auszahlungsbeträge sind im Alter über § 22 Nr. 5 EStG in voller Höhe steuerpflichtig.  

 

Rentenversicherungen machen derzeit wegen des Sicherheitsdenkens und der garantierten Mindestrendite den größten Teil der verkauften Riester-Produkte aus. Allerdings nagen Kosten, Abschluss- und Verwaltungsgebühren an den Erträgen. Aber es gibt auch gute und kostengünstige Anbieter. Seit 2006 werden für Männer und Frauen nur noch einheitliche Unisex-Tarife angeboten. Die Rentenvariante kommt vor allem für ältere Sparer in Betracht, die aufgrund der eher kurzen Restlaufzeit Wertschwankungen durch Aktien ausschließen wollen. 

 

Versicherungs-Angebote im Überblick 

Anbieter 

Tarif 

Asstel 

Riester-Rente Classic 

Debeka 

FFR bonus 

Cosmos Direkt 

Rente Classic60plus 

HUK 

Zuschussrente 

Allianz 

ZuschussRente 

R+V 

VR-Rentenpolster S 

Concordia 

AVR 

 

Banksparpläne eignen sich vorrangig ebenfalls für ältere Sparer. Allerdings bieten nicht alle Kreditinstitute entsprechende Sparpläne an. Sie haben im Vergleich zur Versicherung auf der Kostenseite erhebliche Vorteile. Mangels Abschlussgebühr gehen die Beiträge sofort in das eigene Sparsaldo. Zudem ist diese Alternative risikolos und bietet einen sicheren Wertzuwachs - allerdings keine hohe Rendite.  

 

Fondssparpläne geben eine Garantie auf das eingezahlte Kapital, mehr nicht. Dafür bieten sie deutlich bessere Ertragschancen, vor allem über Aktienfonds. Daher ist diese Riesterform insbesondere für junge Bürger mit langfristigem Anlagehorizont interessant. Negativ schlägt hier der Ausgabeaufschlag von bis zu 5 v.H. auf die Einzahlungen zu Buche.  

 

Fonds-Angebote im Überblick 

Fonds 

Zertifizierung 

Fonds 

Zertifizierung 

Activest Förderplan 

003071 

DIT Fondsvorsorge 

003605 

Adig Förderdepot 

003070 

DWS Top Rente 

000305 

BHW Förderfonds 

003519 

Hansa Generation 

003073 

Deka Bonus Rente 

003604 

UniProfiRente 

000764 

 

Ausführliche Steuerhinweise bieten die Verwaltungserlasse des BMF vom 17.11.2004, IV C 4 - S 2222 - 177/04, BStBl I 04, 1065 und vom 24.2.2005, IV C 3 - S 2255 - 51/05, BStBl I 05, 429. 

 

Quelle: Ausgabe 12 / 2006 | Seite 884 | ID 113658