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  • ·Fachbeitrag ·ABC der Abrechnung

    „“ ‒ Schwindel

    von Dr. Dr. med. Peter Schlüter, Östringen-Tiefenbach

    | Ein 68-jähriger, übergewichtiger Patient (181 cm, 102 kg) berichtet über einen seit etwa fünf Tagen bestehenden plötzlich aufgetretenen Schwindel. Oft sei es ihm „schwarz vor den Augen“ und er habe das Gefühl, gleich „umzukippen“. Der Schwindel sei zwar ständig vorhanden, jedoch sei dieser unterschiedlich stark ausgeprägt. Der Patient gibt an, sich oft hinsetzen zu müssen. Zudem könne er nicht mehr so viel spazieren gehen wie vorher und habe häufiger Kopfschmerzen. Diese träten insbesondere dann auf, wenn auch der Schwindel stärker sei. |

    Untersuchung

    Kardiovaskulär sind bei dem Patienten eine Hypertonie, eine Hyperlipidämie und eine hämodynamisch nicht relevante KHK bekannt. Der Patient fühlt sich ansonsten wohl. Die körperliche Untersuchung ergibt keine neuen Befunde bezüglich der kardivaskulären Risikofaktoren. Der Blutdruck ist gut eingestellt, das abgeleitete EKG zeigt den bekannten Rechtsschenkelblock und eine geringe Erregungsrückbildungsstörung. Vereinzelt werden monotope Extrasystolen registriert. Gehörgänge und Trommelfelle sind unauffällig, die orientierende audiometrische Untersuchung ergibt eine altersentsprechende Hörminderung, ein Nystagmus besteht nicht. Die eingehende neurologische Untersuchung ist ebenfalls unauffällig. Die Beweglichkeit der HWS ist altersentsprechend. Eine Schwindelattacke durch Rotation und Seitneigung lässt sich nicht auslösen.

     

    Es bleibt der Verdacht auf einen benignen Schwindel. Die Verdachtsdiagnose wird mit dem Patienten erörtert und zur Abklärung der Risikofaktoren ein Termin zur Laboruntersuchung vereinbart. Weiterhin wird eine weiterführende Diagnostik (neurologische und doppler-sonografische Untersuchung der hirnversorgenden Gefäße) beim Neurologen eingeleitet.