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  • · Fachbeitrag · ABC der Abrechnung

    „C“ – COPD – Akute Exazerbation

    von Dr. med. Heiner Pasch, Kürten

    Die Tochter der Patientin ruft abends um 20 Uhr deren Hausarzt an, da ihre Mutter seit etwa einer Stunde über zunehmende Atemnot klagt. Die Patientin, die sich aufgrund ihres Alters nicht selbst versorgen kann, leidet an einem Hypertonus, einer COPD sowie einem Diabetes mellitus Typ 2.

     

    Bild: IWW

    Diagnose, Therapie und weiteres Prozedere

    Die Dauermedikation der Patientin setzt sich zusammen aus AT1-Blocker, Ca-Antagonist, Metformin und regelmäßiger LABA/ICS-Inhalation. Der Befund lautet: Es handelt sich um eine 92-jährige Patientin in reduziertem Allgemein-und Ernährungszustand. Ruhedyspnoe und häufiger Husten sind feststellbar. Die Temperatur, rektal gemessen, beträgt 38,8 Grad. Der Rachen ist gerötet, keine LK. Der Blutdruck beträgt 150/80 mmHg, die Herzfrequenz 100/Min. Es sind leise Herztöne zu vernehmen, keine Geräusche. Pulmologisch ist ein hypersonorer Klopfschall zu vernehmen sowie ein beidseitiges Brummen und Giemen, keine Rasselgeräusche. Der Glukosewert beträgt 195 mg/dl (20:30 Uhr), der CRP-Schnelltest ergibt 0,8 mg/dl. Der Hausarzt diagnostiziert bei der Patientin eine Exazerbation der bekannten COPD, hervorgerufen vermutlich durch einen viralen Infekt. Er erhöht die Dosis der LABA/ICS-Kombination, empfiehlt zusätzlich regelmäßige Dampfinhalationen sowie engmaschige Kontrollen von Temperatur und Blutzucker. Der Arzt bespricht mit der Tochter das weitere Vorgehen. Am Folgetag besucht seine MFA die Patientin, um den Kreislauf und den Blutzuckerwert zu überprüfen: RR 150/80, Puls 84/Min. und BZ 156 mg/dl (15:00 Uhr). Bei einem Kontrollbesuch des Arztes nach sechs Tagen hat sich die Symptomatik der Patientin bereits gebessert, nach weiteren zehn Tagen ist der Zustand wie vor dem Infekt wiederhergestellt.

    EBM-Abrechnung

    Für den Notfallbesuch (20:15 Uhr) rechnet der Hausarzt die Nrn. 01411, 03000 und 03220 ab. Die Laboruntersuchungen können neben der Ausnahmekennnummer 32022 mit den Nrn. 32025 und 32128 berechnet werden, das Gespräch mit der Tochter (22 Minuten) zweimal mit der Nr. 03230. Der Folgebesuch der MFA wird mit den Nrn. 03062 und 32025 abgerechnet, der zweite Arztbesuch mit den Nrn. 01401 und 03221 und der dritte mit den Nrn. 01410 und 03230.