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  • · Fachbeitrag · Digital- und KI-Tools in Arztpraxen

    „Bei der Digitalisierung geht es um bessere Prozesse – nicht um mehr Software“

    Digitale Tools in der Praxis einzusetzen, heißt nicht automatisch, Zeit zu sparen und den Arbeitsalltag effizienter zu gestalten. Denn einige Tools stellen sich als inkompatibel heraus, andere sind überflüssig, wieder andere finden beim Team keine Akzeptanz. Bei Praxen, die zu viele unnötige Apps haben, diagnostiziert der Unternehmensberater Dr. Francisco X. Moreano, Gründer der Consultorio Healthcare Management GmbH, eine „App-itis“. Ursula Katthöfer ( textwiese.com ) erkundigte sich bei ihm nach diesem Krankheitsbild und fragte nach der geeigneten Therapie.

     

    Redaktion: Was sind die Symptome einer schweren App-itis?

     

    Dr. Moreano: Hauptsymptom ist ein Team, das sich überlastet fühlt, obwohl die Praxis digitale Initiativen gestartet hat. Das gewünschte Ergebnis wird nicht erreicht. Die Gründe dafür liegen meist nicht in der Technologie, sondern in der Führungskultur. Sie setzt voraus, dass Praxisinhaber ihre Digital-Landschaft analysieren und gemeinsam mit dem Team prüfen, wo Prozesse verbessert werden können. Produktivitätsgewinne entstehen nicht durch die Technologie selbst, sondern durch komplementäre Veränderungen von Strukturen und Prozessen. Doch haben weder Ärzte noch Praxisteams jemals gelernt, eine Digitalstrategie aufzustellen.