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Kassenabrechnung

KO-Leistungen: Turbulente Diskussionen kurz vor Toresschluss – Fragen Sie bei Ihrer KV nach!

In der Standespresse konnte man in den vergangenen Tagen und Wochen heftige Auseinandersetzungen zwischen Vertretern des hausärztlichen und des fachärztlichen Lagers verfolgen. Jetzt will der Bundesverband der Hausärztlichen Internisten sogar eine Musterklage unterstützen, um zumindest einen Teil des KO-Katalogs zu kippen.

In der August-Ausgabe von „Abrechnung aktuell“ haben wir Sie bereits über den Stand der Dinge hinsichtlich des Auslaufens der Übergangsfrist bei der Abrechnung von KO-Leistungen informiert. Das hatte zahlreiche Anfragen zur Folge. In erster Linie haben Hausärzte nachgefragt, unter welchen Bedingungen die Übergangsfrist verlängert werden kann, um Leistungen des KO-Katalogs über den 1. Januar 2003 hinaus erbringen und abrechnen zu dürfen.

Die KVen agieren höchst unterschiedlich

Leider können wir Ihnen keine allgemein gültige Empfehlung geben, da nach den uns vorliegenden Auskünften die einzelnen KVen höchst unterschiedlich agieren. Über das Verfahren der KV Nordrhein haben wir in der August-Ausgabe ausführlich berichtet. Stellt dort eine Kreisstelle fest, dass mehr als 20 Prozent der KO-Leistungen von Hausärzten abgerechnet werden, kann die weitere Abrechnung fachärztlicher Leistungen durch Hausärzte ermöglicht werden.

Aus anderen KVen ist zu vernehmen, dass differenzierte Einzelprüfungen vorgenommen werden, ob unter Berücksichtigung von Sicherstellungsaspekten eine Genehmigung zur Abrechnung von KO-Leistungen über den 31. Dezember hinaus gewährt werden kann oder nicht. Es ist davon auszugehen, dass die KVen in den nächsten Rundschreiben die Genehmigungspraxis zur weiteren Abrechnung von KO-Leistungen bekannt geben werden.

Verbindliche Auskunft nur von Ihrer KV!

Damit ist allerdings denjenigen Hausärzten wenig geholfen, die vor der Frage stehen, ob es Sinn macht, für KO-Leistungen bis zum Ende des Jahres 2002 noch zu investieren oder nicht.

Empfehlung: Fragen Sie – möglichst schriftlich und mit Dringlichkeitsvermerk – bei Ihrer KV an und bitten Sie definitiv um Mitteilung der Kriterien, unter denen Hausärzte im nächsten Jahr noch Leistungen des fachärztlichen Versorgungsbereichs abrechnen dürfen! Verdeutlichen Sie dabei Ihre spezielle Situation, etwa dahingehend, dass im Einzugsgebiet Ihrer Praxis bestimmte Leistungen des KO-Katalogs nicht oder nicht ausreichend von Ärzten des fachärztlichen Versorgungsbereichs vorgehalten werden!

Hilfreich könnte dabei auch eine Schilderung besonderer geographischer Verhältnisse sein bzw. die Erläuterung unzureichender Verbindungen mit öffentlichen Verkehrsmitteln, auf die die Patienten zur Inanspruchnahme der Leistungen angewiesen sein können.

Quelle: Abrechnung aktuell - Ausgabe 09/2002, Seite 5

Quelle: Ausgabe 09 / 2002 | Seite 5 | ID 100090