· Fachbeitrag · Zahlungsverkehr
Wer hat‘s geprüft? Wachsame Augen bei Banküberweisungen
Egal, ob man als Anwalt Vorschüsse anweist, an eine gegnerische Versicherung zahlt oder Versicherten Geld überweist: Eine fristgerechte Zahlung ist sicherzustellen. Zuletzt haben die Echtzeitüberweisung bzw. der IBAN-Namensabgleich für mehr Tempo und Sicherheit im Zahlungsverkehr gesorgt. Aber es lauern Fallen, auch bei den noch zulässigen Papier-Überweisungen.
1. Zahlungen im Mandat: Wurde Geld pünktlich angewiesen?
Banküberweisungen erscheinen im Alltag selbstverständlich. Rechtlich und wirtschaftlich können Fehl- oder verspätete Überweisungen jedoch unangenehme Folgen haben. Beispielsweise wenn Gerichtskostenvorschüsse oder Versicherungsprämien nicht pünktlich beglichen werden, oder eine kalendermäßig bestimmte Zahlungsfrist versäumt wird. Zwischenzeitlich muss jede Bank sogenannte Echtzeitüberweisungen anbieten. Dann muss der Empfänger das Geld innerhalb von zehn Sekunden auf seinem Konto gutgeschrieben bekommen. Seit Oktober 2025 dürfen Echtzeitüberweisungen nicht mehr kosten als reguläre Standardüberweisungen. Allerdings ist Vorsicht geboten: Wer online beim Überweisungsauftrag noch zwischen einer Standard- oder Echtzeitüberweisung wählen kann, muss darauf achten, dass die gewünschte Überweisungsform angeklickt bzw. mit einem Häkchen versehen ist. Ferner können frühzeitig vor Ablauf der Zahlungsfrist online Terminüberweisungen eingerichtet werden, die dann am Terminstage automatisch ausgeführt werden.
PRAXISTIPP — Nichts spricht dagegen, einen Zahlungszeitraum bis zum letzten Tag auszuschöpfen. Echtzeitüberweisungen werden an arbeitsfreien Tagen (z. B. Sonntage oder gesetzliche Feiertage), ebenso automatisiert durchgeführt wie an regulären Werktagen. Der Empfänger erhält also auch dann sofort sein Geld. Wer häufig Beträge am letzten Tag einer Zahlungsverpflichtung als Einzelauftrag sendet, muss allerdings immer mit technischen Ausfällen im Onlinebanking rechnen und auch auf Wartungszeiträume achten, auf die Banken aber in der Regel frühzeitig hinweisen. |
Möchten Sie diesen Fachbeitrag lesen?
Kostenloses VK Probeabo
0,00 €*
- Zugriff auf die neuesten Fachbeiträge und das komplette Archiv
- Viele Arbeitshilfen, Checklisten und Sonderausgaben als Download
- Nach dem Test jederzeit zum Monatsende kündbar
* Danach ab 21,60 € / Monat
Tagespass
einmalig 10 €
- 24 Stunden Zugriff auf alle Inhalte
- Endet automatisch; keine Kündigung notwendig