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·Nachricht ·Werkvertragsrecht

Integrierte Fotovoltaikanlage: Gewährleistungsdauer beträgt fünf Jahre

| Wird ein Bürogebäude vollständig entkernt und als Studentenwohnheim neu aufgebaut, steht dies einer vollständigen Neuerrichtung gleich. Das hat zur Folge, dass für den Planer, der eine Fotovoltaikanlage in die Fassade über mehrere Stockwerke hinweg integriert, die fünfjährige Verjährungsfrist nach § 634a Abs. 1 Nr. 2 BGB gilt. Das hat der BGH entschieden. |

 

Wichtig | Keine Rolle spielt für den BGH (Urteil vom 10.01.2019, Az. VII ZR 184/17,Abruf-Nr. 207504), ob

  • die in die Fassade integrierte Fotovoltaikanlage für das Gebäude eine dienende Funktion erfüllt, als das Gebäude hierdurch aufgrund einer Funktionserweiterung zugleich Trägerobjekt der Anlage ist,
  • die Anlage selbst als Bauwerk zu qualifizieren ist.

 

Bisher hat sich die Gemengelage in Sachen „Gewährleistungszeitraum für Fotovoltaikanlagen“ wie folgt dargestellt:

  • Gewährleistungsansprüche wegen Mängeln an den Modulen einer Freiland-Fotovoltaikanlage verjähren in fünf Jahren (OLG Bamberg, Beschluss vom 12.1.2012, Az. 6 W 38/11).
  • Gewährleistungsansprüche wegen Mängeln an den Modulen einer Auf-Dach-Fotovoltaikanlage verjähren in zwei, längstens drei Jahren:

 

Quelle: ID 45106338