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·Fachbeitrag ·personalmanagement

Mitarbeiter finden via Internet: Das können und kosten Jobbörsen im Netz

von Eric Sturm, Webdesigner, Blogger und Fachjournalist, Berlin

| Gute Mitarbeiter mit (auch finanziell) vertretbarem Aufwand zu finden, war selten schwieriger als heute. Viele Büros suchen deshalb nach neuen Wegen und fragen sich: Lohnt es sich, auf Online-Stellenbörsen zu inserieren? Wie sieht dort das Kosten-Nutzen-Verhältnis aus? PBP Planungsbüro professionell hat sich für Sie im Netz umgesehen. |

Offene Stellen online anbieten: Das sind die Vorteile

Bei aller Begeisterung für das Digitale haben Printprodukte, z. B. Architektur-Magazine, nach wie vor ihren Platz in unserem Berufsalltag. Und das ist auch gut so. Doch Funktionen wie der Stellenmarkt verlagern sich mehr und mehr in Richtung Internet. Auch das ist gut, denn sowohl Sie als Arbeitgeber als auch Ihre potenziellen Bewerber profitieren von den Jobbörsen im Netz:

 

  • Stellenanzeigen im Internet sind öffentlich (und meist kostenlos) zugänglich. Als Anbieter erreichen Sie also nicht nur die zahlenden Abonnenten einer Zeitschrift, sondern die gesamte Fachöffentlichkeit.

 

  • Job-Anzeigen im Netz sind nicht nur über die jeweiligen Portale selbst, sondern auch via Suchmaschine auffindbar. Sie können bequem weiterempfohlen werden und eignen sich perfekt, um sie zusätzlich über Social Media-Kanäle zu verbreiten.

 

  • Online-Stellenanzeigen sind kostengünstig: Für einen Monat Laufzeit fallen Kosten von durchschnittlich 300 Euro an. Zum Vergleich: Eine 1/8 Seite im Stellenmarkt der „Süddeutschen Zeitung“ kostet 7.900 Euro netto.

 

  • Der Erfolg von Anzeigen in Zeitungen und Magazinen ist schwer messbar. Wenn Sie dagegen in einem Job-Portal annoncieren, können Sie genau prüfen, wie oft die Stelle angeklickt wurde oder wie oft ein Interessent von dort auf Ihre Büro-Website kam.

Online-Jobbörse: Sind Generalisten besser als Spezialisten?

Freie Stellen auf der eigenen Website auszuschreiben und über die eigenen Social Media-Kanäle (z. B. Facebook) zu bewerben, ist wichtig; aber nur der erste Schritt.

 

Ein wesentlich größeres Zielpublikum erreichen Sie, wenn Sie Ihre Anzeigen auf einer oder mehreren Online-Stellenbörsen schalten. Das Angebot ist vielfältig und wächst kontinuierlich. Es reicht von großen Portalen, auf denen Stellenangebote aller Branchen zu finden sind, bis hin zu spezialisierten Jobbörsen für Architekten und Ingenieure.

 

Schneller Überblick mit Meta-Suchmaschinen

Meta-Suchmaschinen wie kimeta.de bieten keine Stellenanzeigen auf den eigenen Seiten an, sondern listen die Angebote aus den unterschiedlichsten Jobbörsen im Netz auf. Mit einem Suchvorgang können Bewerber hier bequem überblicken, wo interessante Stellen frei sind.

 

PRAXISHINWEIS | Wichtig für Sie als Arbeitgeber: Wenn Ihre Stellenanzeige auch über Meta-Suchmaschinen zu finden ist, erhöht das die Reichweite erheblich, nicht aber die Kosten.

 

 

„Stepstone“ als beste Generalisten-Jobbörse ausgezeichnet

Im Qualitätswettbewerb „Deutschlands Beste Jobportale 2015“ wurde Ende 2015 die Plattform „Stepstone“ als Sieger unter den „Generalisten“ gekrönt. Auf den Plätzen folgten Jobware, Kalaydo, Jobcluster und Stellenanzeigen.de.

 

Wichtig | Auch auf den Ergebnislisten dieser „Generalisten“ finden Bewerber mehrere Hundert Stellenanzeigen für Architekten, Innenarchitekten und Bauingenieure. Planungsbüros inserieren hier aber eher selten. Wenn Jobs aus dem „Planungsbereich“ angeboten werden, dann von den Planungs- und Bauabteilungen von Unternehmen aus allerlei Branchen, vom Autohaus bis zum Kreuzfahrtschiff. Stepstone wirbt bei seinen Inserenten damit, „3 x mehr passende Bewerber“ als andere Anbieter zu haben. Das hat seinen Preis: die günstigste Anzeige kostet 920 Euro bei einem Monat Laufzeit (alle Kostenangaben beziehen sich auf den Dezember 2015).

Welche Jobbörsen werden von Ihrer Zielgruppe besucht?

Branchenspezifische Jobbörsen haben den Vorteil, dass Stellenanzeigen deutlich billiger sind. Außerdem sind Ihre Streuverluste geringer, weil diese Websites fast nur von Architekten und Ingenieuren besucht werden.

 

Die drei Big Player

Fragt man Architekten und Ingenieure nach den bevorzugten Orten für die Jobsuche, werden immer wieder die drei großen Namen genannt:

 

Wichtig | Genaue Abrufstatistiken gibt kein Anbieter heraus, aber ein Vergleich der Sichtbarkeit im Netz (sie wurde mit der „Sistrix Toolbox“ Anfang Dezember 2015 ermittelt) ergibt folgendes Ranking: Der BauNetz-Stellenmarkt ist bei den meisten Suchabfragen (z. B. „Stellenangebot Architekt“) ganz vorne dabei, gefolgt von german-architects.com und competitionline.de.

 

Tabelle gibt Überblick über Anbieter, Leistungsprofil und Kosten

In der nachfolgenden Tabelle sind - der besseren Übersichtlichkeit halber - sowohl die Big Player als auch die sonst relevanten Spezialjobbörsen für Planer am Bau aufgelistet.

 

  • Spezielle Jobbörsen für Planer am Bau:

Anbieter

Leistungsprofil

Kosten

Baunetz.de

Die Anzeige erscheint außerdem auf bauwelt.de und dbz.de.

270 Euro je Anzeige, Laufzeit 4 Wochen

competitionline.de

Laut Eigenwerbung der „größte Stellenmarkt der Branche“, Verbreitung auch über den competitionline-Newsletter.

Jahresgebühr (490 Euro) umfasst auch 5 Anzeigen, Laufzeit je 4 Wochen

german.architects.com

Anzeigen erscheinen auf der Website, ausgewählte Anzeigen auch im wöchentlichen Newsletter.

270 Euro je Anzeige, Laufzeit 4 Wochen

baujobs24.de

Hier inserieren vor allem größere Unternehmen und Behörden, aber auch größere Ingenieurbüros.

ab ca. 350 Euro für einen Monat Laufzeit

bauingenieur24.de/stellenmarkt

Stellenangebote für Architekten und Bauingenieure, vor allem von Bauunternehmen.

ab ca. 415 Euro für drei Monate Laufzeit

archinoah.de/architektur-jobboerse/stellenmarkt.html

Archinoah.de ist ein Urgestein unter den Architektur-Plattformen im Netz. Das ehemals studentische Portal bietet inzwischen auch eine umfangreiche Jobbörse.

Basiseinträge sind kostenlos!

architekten-jobs.com/stellenanzeige-schalten

Relativ neu, aber gut gemacht. Das Portal bietet mehrere Hundert Stellenanzeigen für Architekten und Stadtplaner. Anzeigen können nach Schlagwort und Region gefiltert werden.

Standard-Anzeige: 99 Euro für 30 Tage Laufzeit

 

 

Kostenlos: Die Jobbörsen auf der Website Ihrer Kammer

Auch fast alle Ingenieur- und Architektenkammern bieten Mitgliedern die kostenlose Möglichkeit, Stellen auf deren Website auszuschreiben. Eine gute Übersicht bietet der BDB: baumeister-online.de/service/stellenmarkt.

 

Stellenmarkt auf XING: Gezielt werben und per Klick bezahlen

Wer eine freie Stelle auch Menschen „zeigen“ möchte, die gar nicht aktiv nach einem Job suchen, sollte sich das Business-Netzwerk XING ansehen. Dort werden die Angebote den Nutzern in „Jobempfehlungen“ angezeigt - aber nur, wenn die Anforderungen an den Kandidaten mit den Fähigkeiten und Erfahrungen des XING-Nutzers übereinstimmen. So können Sie gezielt nach geeigneten Bewerbern z. B. aus bestimmten Regionen oder mit erforderlichen Fachkenntnissen (CAD, BIM, usw.) suchen.

 

PRAXISHINWEIS | Interessant ist auch das Abrechnungsmodell von XING. Sie können entweder die klassische Pauschale buchen (z. B. 395 Euro für 30 Tage Laufzeit) oder Anzeigen „per Klick“ bezahlen. Im letzteren Fall werden jedes Mal 85 Cent fällig, wenn ein Interessent Ihr Inserat anklickt. Das ist eine interessante Möglichkeit, um auszuprobieren, ob XING für Sie tauglich ist.

 

FAZIT | Selbst eine Stellenanzeige, die häufig geklickt wird, ist nutzlos, wenn die Stelle oder das Büro, das sie anbietet, den Bewerber nicht interessieren. Im Moment ist ein Angebotsüberhang da. Qualifizierte Arbeitskräfte können sich ihren Arbeitgeber aussuchen. Damit wird auch in Planungsbüros das Thema Employer Branding wichtiger. Um erfahrene Mitarbeiter zu finden oder talentierte Absolventen für sich zu begeistern, müssen Sie sich als attraktiver Arbeitgeber präsentieren. Dazu gehören neben einer leistungsgerechten Vergütung auch „weiche“ Faktoren wie eine offene Unternehmenskultur, familienfreundliche Arbeitszeiten, eine gute Infrastruktur oder Weiterbildungsmöglichkeiten.

 
Quelle: Ausgabe 01 / 2016 | Seite 22 | ID 43771021