· Fachbeitrag · Technische Ausrüstung
Aufbau und Struktur von Nachträgen in der TA: Der Erfolgsfaktor zur Durchsetzung
von Prof. Dipl.-Ing., Dipl.-Wirtsch.-Ing. Martin Vielhauer, Honorarsachverständiger für Technische Ausrüstung, München
Konflikte und Verhandlungen über Änderungsvergütungen – sprich Nachträge – sind kein neues Phänomen. Seit dem Entfall der verbindlichen HOAI-Mindestsätze hat sich die Dynamik jedoch deutlich verändert. Der Preiswettbewerb nimmt zu, und immer häufiger wird erbittert über die Änderungsvergütung gestritten. Dabei steht nicht nur deren Höhe im Fokus, sondern auch ihre formale Ausgestaltung und Begründung. Nachvollziehbarkeit und prüffähige Struktur werden zunehmend entscheidend für die Durchsetzung von Vergütungsansprüchen. PBP bietet hierzu einen praxisnahen Leitfaden.
Warum TA-Nachträge zum Streitpunkt werden
TA-Planungsnachträge sind für viele Bauherren ein Reizthema. Dies hat unterschiedliche Gründe:
- 1. Der Auftraggeber vertritt die Auffassung, den Planer bereits mehr als ausreichend über die vermeintlich „exorbitant“ hohen HOAI-Grundleistungshonorare vergütet zu haben. Zudem werde ein Großteil der Leistungen inzwischen ohnehin durch KI erbracht.
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