· Fachbeitrag · Technische Ausrüstung
Änderungen in der Bauphase: Risiken der baubegleitenden Planung vermeiden
von Prof. Dipl.-Ing., Dipl.-Wirtsch.-Ing. Martin Vielhauer, Honorarsachverständiger für Technische Ausrüstung, München
Späte Bauherrenänderungen gehören in vielen Projekten zum Alltag. Sie greifen jedoch tief in etablierte Planungs- und Ausführungsprozesse ein und führen zu Risiken bei Kosten, Terminen, Qualität und Haftung. In diesem Zusammenhang wird häufig die „baubegleitende Planung“ als pragmatische Lösung angeführt. In der Praxis zeigt sich jedoch: Was kurzfristig hilft, führt langfristig oft zu zusätzlichen Konflikten. Dieser Beitrag beleuchtet typische Reibungspunkte und zeigt Strategien für den Umgang mit Änderungen während der Bauphase auf.
Der späte Bauherrnwunsch
Wer kennt es nicht: Vergabe und M+W-Planung sind abgeschlossen, die Ausführung läuft, die Zusammenarbeit zwischen Objektüberwachung und Bauunternehmen hat sich etabliert – und dann kommt er, der späte Bauherrnwunsch. Kaum ist er auf dem Tisch, beginnen die Diskussionen von Neuem: über Kosten, Termine sowie über Leistung und Honorar.
HOAI – Problem gelöst?
Eigentlich ist alles klar. Der idealtypische Prozessablauf bei einer Änderung während der Bauphase ist nach HOAI eindeutig.
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