Streitigkeiten aus beendeten Mandaten belasten Steuerberater und ihre Teams oft weit über das Tagesgeschäft hinaus. Dabei wird nicht selten mit harten Bandagen gekämpft – durch ehrverletzende Äußerungen oder unbewiesene Behauptungen. Genau das erlebte eine Steuerberatungsgesellschaft, die jedoch durch die Gerichtsbarkeit vor solchen unbegründeten Anschuldigungen geschützt wurde.
Das Steuerberatungsmandat schützt nicht nur den Mandanten. Auch Dritte können in seinen Schutzbereich einbezogen sein. Dieser Drittschutz gilt aber nur eingeschränkt (LG Paderborn 22.10.21, 2 O 78/21).
Werden Bilanzen ohne Abstimmung mit dem Steuerberater beim FA eingereicht, führt dies zu einer Unterbrechung des für Schadenersatzansprüche maßgeblichen Kausalverlaufs (OLG Düsseldorf 4.10.22, 23 U 30/22).
Ein Verstoß gegen die DSGVO für sich genommen reicht nicht aus, um einen Anspruch auf Schadenersatz nach dieser Bestimmung zu begründen. Die betroffene Person muss auch das Vorliegen eines durch diesen Verstoß verursachten Schadens nachweisen, ohne dass dieser Schaden jedoch einen gewissen Schweregrad erreichen müsste. In diesem Sinne reicht die Befürchtung einer Person nicht aus, dass ihre personenbezogenen Daten aufgrund eines Verstoßes gegen diese Verordnung an Dritte weitergegeben wurden, ohne dass ...
Das OLG Zweibrücken (2.4.24, 2 AR 20/23) hat zur Gerichtsstandsbestimmung bei etwaigen Beratungsfehlern i. R. d. Jahresabschlusserstellung/-prüfung mit Signalwirkung für die Steuer- und (steuerzentrierte) ...
Das OLG Karlsruhe (6.9.23, 7 U 162/22) hat in einem aktuellen Verfahren zur Pflichtverletzung eines Berufsträgers im Schätzungsfall entschieden. Streitgegenständlich waren Schadenersatzansprüche wegen behaupteter ...
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Unterzeichnet der Mandant vom Berater fehlerhaft erstellte Erklärungen, liegt ein haftungsausschließendes Mitverschulden vor, wenn er die Unrichtigkeiten ohne Weiteres hätte erkennen können (LG Neuruppin 27.6.23, 2 O 17/21).