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  • ·Fachbeitrag ·G-BA

    AU-Feststellung in der Videosprechstunde nun auch für unbekannte Versicherte möglich

    | Ärzte können jetzt auch für unbekannte Patienten Arbeitsunfähigkeit (AU) in Videosprechstunden feststellen und bescheinigen. Bislang war dies nur für bekannte Patienten möglich. Der entsprechende Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) (AAA 12/2021, Seite 1) ist am 19.01.2022 in Kraft getreten. Lesen Sie, welche Voraussetzungen zu beachten sind, wie die Unterschiede zur AU-Feststellung bei bekannten Patienten aussehen und welche Abrechnungsmodalitäten gelten. |

    Grundsatz: Entscheidung liegt beim Arzt

    Sowohl bei bekannten als auch bei unbekannten Patienten muss sich der Arzt mit den begrenzten Mitteln der Videosprechstunde einen ausreichenden Eindruck vom Gesundheitszustand des Patienten und den Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verschaffen können. Ein Anspruch auf Feststellung der AU im Rahmen einer Videosprechstunde besteht nicht. Unverändert obliegt die Entscheidung darüber, ob eine AU-Bescheinigung im Wege der Videosprechstunde ausgestellt wird, dem Arzt.

    Dauer der AU

    Für persönlich bekannte Patienten kann eine erstmalige Feststellung der AU für einen Zeitraum von bis zu sieben Kalendertagen erfolgen. Für unbekannte Patienten soll eine erstmalige AU-Feststellung jedoch höchstens für drei Kalendertage erfolgen.