logo logo
Meine Produkte: Bitte melden Sie sich an, um Ihre Produkte zu sehen. Anmelden
Menu Menu
MyIww MyIww
Jetzt testen

·Fachbeitrag ·Aufbewahrungspflicht

Stichtag 1.1.2016: Diese Dokumente können Sie jetzt vernichten

| Rechtsanwälte müssen Buchhaltungsdokumente zehn Jahre aufbewahren. Hierzu zählen z.B. Belege, Rechnungen, Kontoauszüge, Buchungsjournale und Jahresabschlüsse (§ 147 AO). Nach dem 31.12.15 können Sie Buchhaltungsunterlagen aus dem Jahr 2005 und ältere vernichten. |

 

Für Handakten nennt § 50 Abs. 2 S. 1 BRAO zwar nur eine fünfjährige Frist. Sie betrifft aber lediglich Schriftstücke, die der Rechtsanwalt aus Anlass seiner beruflichen Tätigkeit von dem Auftraggeber oder für ihn erhalten hat und keineswegs den gesamten Akteninhalt. Weil der Mandant ggf. zu einem späteren Zeitpunkt gegen den Rechtsanwalt Schadenersatzansprüche geltend macht, sollte letzterer die Handakten vorzugsweise zehn Jahre vollständig aufbewahren (BGH 6.2.14, IX ZR 245/12, Abruf-Nr. 140831).

 

PRAXISHINWEIS | Für Rechnungen ergibt sich die zehnjährige Aufbewahrungsfrist u.a. aus § 14b Abs. 1 S. 1 UStG. Beachten Sie hierzu: Ab dem 1.2.16 sind Überweisungen nur noch mit der 22-stelligen IBAN (International Bank Account Number) möglich. Weisen Sie z.B. ältere Mandanten, die kein Online-Banking nutzen, darauf hin. Überweisungsträger mit alten Kontonummern und Bankleitzahlen werden ab Februar 2016 nicht mehr ausgeführt.

 
Quelle: Ausgabe 01 / 2016 | Seite 3 | ID 43790567