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·Fachbeitrag ·Erbschaft- und Schenkungsteuer

Übertragung eines Einzelkontos zwischen Eheleuten

| Im Gegensatz zu einem Gemeinschaftskonto ist ein Einzelkonto/-depot auch bei Eheleuten grundsätzlich allein dem Kontoinhaber zuzurechnen. Hieraus können sich schenkungsteuerliche Folgen ergeben, wenn Sie das Vermögen Ihres Einzelkontos/-depots auf Ihren Ehegatten übertragen (oder umgekehrt). Beruft sich der beschenkte Ehegatte darauf, dass ihm das Vermögen schon vor der Übertragung zur Hälfte zuzurechnen war und er insoweit nicht bereichert sei, trägt er nach einem Urteil des BFH hierfür die objektive Beweislast (29.6.16, II R 41/14, Abruf-Nr. 188331). |

 

Der beschenkte Ehegatte trägt die Beweislast für Tatsachen, die einer Schenkung entgegenstehen. Hierzu zählen auch solche, die belegen sollen, dass dem Ehegatten das erhaltene Guthaben bereits vor der Übertragung im Innenverhältnis vollständig oder teilweise zuzurechnen war.

 

PRAXISHINWEIS | Bei einem Einzelkonto ist grundsätzlich davon auszugehen, dass dem Kontoinhaber das Vermögen auf dem Konto allein zusteht. Es reicht als Vortrag also nicht aus, auf eine Vollmacht für den Ehegatten zu verweisen. Sie gibt dem bevollmächtigten Ehegatten lediglich im Außenverhältnis gegenüber der Bank eine Verfügungsbefugnis über das Konto.

 
Quelle: Ausgabe 12 / 2016 | Seite 201 | ID 44394862