· Fachbeitrag · Forderungsmanagement und KI
Insolvenzverfahren digital effizient entlasten
von SyndikusRA Jens Decieux, Vice President Strategy & Alliances, Septeo, Karlsruhe, https://www.stp.one/de
Im ersten Halbjahr 2026 meldeten rund 6.198 Kapital- und Personengesellschaften Insolvenz an, 5 % mehr als im Vorjahr. Damit erreichen Unternehmensinsolvenzen den höchsten Stand seit der Finanzkrise. Für Kanzleien, die Insolvenzen abwickeln, heißt das: mehr Verfahren, mehr Komplexität und vor allem mehr Zeitdruck.
Viele Aufgaben treffen auf knappe Kapazitäten
Gerade kleine und mittelständische Kanzleien bekommen das zu spüren. Sie begleiten Unternehmen, Gläubiger oder Schuldner durch das Insolvenzverfahren. Sie prüfen, ob Zahlungsunfähigkeit droht oder Überschuldung vorliegt, beraten zu Haftungsrisiken und bereiten Insolvenzanträge vor. Anwälte sind auch als Insolvenzverwalter, Sachwalter oder Verfahrensbevollmächtigte tätig. Die Kapazitäten sind oft begrenzt.
Kanzleien müssen im Umgang mit Insolvenzen viele Informationen, Beteiligte und Fristen gleichzeitig im Blick behalten. Bei der Gläubigervertretung müssen sie beispielsweise Forderungen schnell, vollständig und rechtssicher prüfen, beziffern und fristgerecht anmelden, selbst wenn wichtige Unterlagen oder Buchhaltungsdaten fehlen.
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