· Impfmanagement
„Eine Budgetierung des Impfens wäre gesundheitspolitisch widersinnig!“

Die Impfquoten in Deutschland könnten besser sein. Je nach Altersgruppe gibt es deutliche Impflücken. Das ist vor allem für chronisch kranke Menschen riskant. Von steigenden Impfquoten würden jedoch nicht nur vulnerable Patienten profitieren. Hausarztpraxen könnten damit ihren Umsatz steigern. Um das Impfen als wirtschaftliches Standbein zu sichern und auszubauen, setzt die Landarzt MVZ Rhön GmbH auf ein strukturiertes Impfmanagement. Der Betriebswirt Markus Knöfler ist dort Kaufmännischer Geschäftsführer. Ursula Katthöfer ( textwiese.com ) sprach mit ihm.
Frage: Um das Impfmanagement zu optimieren, sollte eine Praxis zunächst den Istzustand kennen. Wie lässt sich der am besten ermitteln?
Antwort: Ohne belastbare Zahlen bleibt jedes Management – auch das Impfmanagement – ein Bauchgefühl. Das wäre bei einem MVZ wie unserem mit 4.200 Behandlungsfällen pro Quartal völlig unzureichend. Um den Istzustand zu bestimmen, ermitteln wir unsere Zahlen zunächst über das Software-Plug-in EBMplus, das wir zusätzlich zu unserer Praxissoftware haben. Es begleitet uns von der Leistung bis zum Honorar, also um zu planen, zu steuern, abzurechnen und zu kodieren. Aus den Abrechnungsdaten können wir die Zahl der erbrachten Impfungen nach Impfart, Standort und Altersgruppe ablesen. Zudem nutzen wir seit drei Jahren die Software Impfdoc.
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