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  • ·Fachbeitrag ·ABC der Abrechnung

    „P“ ‒ Psychosomatische Reaktionen bei latenter Infektionsgefahr durch das Coronavirus

    von Dr. Dr. med. Peter Schlüter, Östringen-Tiefenbach

    | Die Patientin, 47 Jahre alt, Angestellte in leitender Position, übergewichtig (176 cm; 97 kg) stellt sich mit leichter Übelkeit und Oberbauchbeschwerden in der Sprechstunde vor. Sie habe die Befürchtung, an dem neuartigen Coronavirus erkrankt zu sein. Anamnestisch gibt die Patientin seit Wochen bestehende, in Wellen auftretende Übelkeit an. Zeitweise habe sie auch Brechreiz. Weiter ergäben sich keine Besonderheiten. Die vor acht Monaten durchgeführte Gesundheitsvorsorgeuntersuchung (Check-Up) war ohne pathologischen Befund. |

     

    Diagnostik und explorierendes Gespräch

    Bei der körperlichen Untersuchung ist eine Druckschmerzhaftigkeit im epigastrischen Winkel festzustellen, ebenso im rechten Oberbauch, weshalb eine Oberbauch-Sonografie zum Ausschluss einer Gallenblasenaffektion durchgeführt wird. Während der sonografischen Oberbauchuntersuchung berichtet die Patientin über ihre berufliche Anforderung, die Überlastungssituation und ihren privaten Stress ‒ das alles im Kontext von „Corona“. Sie ist auch der Meinung, dass die Oberbauchbeschwerden durchaus durch die psychische Belastung bedingt sein könnten.

     

    Die Untersuchung des Abdomens ergab keinerlei pathologische Befunde, ebenso die Sonografie. Nach der Untersuchung wird zur Sicherstellung einer psychosomatischen Störung noch ein explorierendes Gespräch geführt, das etwa 35 Minuten dauert. Danach werden mit der Patientin weitere Gesprächstermine vereinbart.