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  • ·Fachbeitrag ·ABC der Abrechnung

    „J“ ‒ Juckreiz durch Eichenprozessionsspinner

    von Dr. Dr. med. Peter Schlüter, Östringen-Tiefenbach

    | Das Wetter lockt wieder vermehrt zu Ausflügen in die Natur, sodass auch wieder mit einem Anstieg der Kontakte mit dem Eichenprozessionsspinner (EPS) zu rechnen ist. Die Brennhaare der EPS-Raupen sorgen bei Menschen für starken Juckreiz, Hautrötung und Knötchen. Ein 47-jähriger Patient stellt sich am Samstag notfallmäßig vor. Er sei zwei Stunden zuvor mit seinem Hund spazieren gewesen und habe nun plötzlich einen Hautausschlag und einen unerträglichen Juckreiz. Auf Schnakenstiche würde er i. d. R. stark reagieren, habe aber keinen Kontakt gehabt. |

     

    Untersuchung

    Eine Allergie sei nicht bekannt. Der Patient war kurz zuvor am Waldrand (vorwiegend Eichen) mit dem Hund unterwegs. Bei der körperlichen Untersuchung zeigen sich an den Unterarmen Papeln und Pusteln sowie ein ausgeprägtes Exanthem. Der Puls ist leicht erhöht und der Blutdruck im Normbereich.

    Diagnose und Therapie

    Da die für Schnakenstiche typische lokale Insektenstichreaktion fehlt, liegt der Verdacht auf einen Kontakt mit der Raupe des EPS bzw. mit den Brennhaaren der EPS-Raupe nahe. Das wird mit dem Patienten eingehend erörtert. Als Sofortmaßnahme wird eine kortikoidhaltige Salbe appliziert. Weiterhin bekommt der Patient ein orales Antihistaminikum verordnet. Der Patient soll sich nach etwa zwei Stunden telefonisch nochmals melden, um die Reaktion zu überprüfen.