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  • ·Fachbeitrag ·ABC der Abrechnung

    „A“ - Alzheimer-Demenz

    von Dr. Dr. med. Peter Schlüter, Reilingen, www.vita-lco.de 

    | Die Alzheimer-Demenz ist die häufigste Form der Demenzerkrankungen und gleichzeitig auch die gefürchtetste degenerative Hirnerkrankung des höheren Lebensalters. Das Problem gerade der Alzheimer-Demenz ist der schleichende Beginn, wodurch weder die Betroffenen noch deren Angehörige einen genauen Zeitpunkt des Eintretens der Veränderungen ausmachen können. Aus diesem Grunde erscheint es wichtig, sich auf Warnsignale zu konzentrieren, mit denen sich eine Alzheimer-Demenz bemerkbar macht. Der frühzeitigen Diagnostik von Hirnleistungsstörungen kommt deshalb eine große Bedeutung zu, um über eine rechtzeitig eingeleitete Therapie, die möglichen Folgekosten zu reduzieren. |

    Die Diagnostik

    Die Ehefrau eines langjährig bekannten 72-jährigen Patienten berichtet über ihren Ehegatten, der zunehmend vergesslich werde. Das sei für sie eigentlich nicht so gravierend. Viel schlimmer sei für sie die Wesensänderung, die ihr Mann zeige und die sich auch sehr schnell entwickeln würde. Bei dem Patienten sind ein Hypertonus und eine KHK bekannt. Als der Patient sich einige Tage später vorstellt und über seinen wechselnden Blutdruck berichtet, wird er nach seiner Einnahmezuverlässigkeit befragt. In einem langen, ausführlichen Gespräch über die Problematik der Vergesslichkeit und der dafür ursächlichen nachlassenden Hirnleistung konnte der Patient von der Notwendigkeit der weiteren Untersuchung zur Abklärung der Ursache überzeugt werden. Aktuell wurden ein Ganzkörperstatus erhoben, eine neurologische Untersuchung durchgeführt sowie der psychopathologische Befund erhoben. Weiterhin sind EKG, Lungenfunktion, Fragebogentests und Labor durchzuführen. Sinn und Vorteil der psychometrischen Kurztests zur Differential-Diagnostik von Hirnleistungsstörungen in der Praxis ist die Objektivierung der Demenz, die Entscheidungshilfe in Zweifelsfällen, die Standardisierung der Dokumentation und die Möglichkeit der Verlaufs- bzw.- Therapie-Kontrolle durch quantitative Erfassung der Leistungseinbußen.

     

    • ICD-10-GM*
    Diagnose
    ICD-10

    Demenz

    F00-F02**

    Alzheimer-Demenz

    F00.9

    Demenz, arteriosklerotisch

    F01.9

    Demenz bei Alkoholismus

    F10.7

    Demenz, kortikal

    F01.1

    Demenz, vaskulär/kortikal-subkortikal

    F01.3