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·Fachbeitrag ·GKV-Honorar

Förderung der Beschäftigung von Weiterbildungsassistenten und von Praxisnetzen

| Das am 23. Juli 2015 in Kraft getretene GKV-Versorgungsstärkungsgesetz (GKV-VSG) hat auch Auswirkungen auf die Honorarverteilungsregelungen der KVen. Zum einen müssen die KVen in ihren Honorarverteilungsmaßstäben festlegen, in welchem Umfang bei Beschäftigung von geförderten Weiterbildungsassistenten eine Vergrößerung der Kassenpraxis zulässig ist (lesen Sie dazu AAA 09/2015, Seite 6), zum anderen müssen anerkannte Praxisnetze besonders gefördert werden. Nachfolgend skizzieren wir - ohne Anspruch auf Vollständigkeit - die Umsetzung dieser Vorgaben in einigen KVen. |

 

Förderung der Beschäftigung von Weiterbildungsassistenten

Von der KV Niedersachsen erhalten Hausärzte, die geförderte Weiterbildungsassistenten beschäftigen, auf Antrag ein höheres Budget. Voraussetzung dafür ist eine auf die Beschäftigung von Weiterbildungsassistenten zurückzuführende Fallzahlsteigerung von mindestens 10 Prozent der individuellen Fallzahl oder des Arztgruppendurchschnitts des Vorjahresquartals.

 

Von der KV Sachsen-Anhalt erhalten Hausärzte, die geförderte Weiterbildungsassistenten beschäftigen, einen Aufstockungsbetrag auf das Gesamtvolumen der Praxis in Höhe von monatlich 1.000 Euro je Arzt in Weiterbildung in Vollzeit (bei anteiliger Beschäftigung erfolgt eine anteilige Aufstockung).

 

Und von der KV Rheinland-Pfalz wird bei Vollzeit-Beschäftigung eines geförderten Weiterbildungsassistenten das Vorjahresbudget um 25 Prozent des Arztgruppendurchschnitts angehoben. Bei geringerer Beschäftigung verringert sich die Anhebung entsprechend.

 

Förderung von Praxisnetzen

Bereits durch das GKV-Versorgungsstrukturgesetz von 2012 wurde die Förderung von Praxisnetzen als „Kann-Regelung“ in das SGB V aufgenommen. Da viele KVen von dieser Möglichkeit keinen Gebrauch gemacht haben, hat der Gesetzgeber im GKV-VSG gesonderte Vergütungsregelungen für anerkannte Praxisnetze verbindlich vorgeschrieben.

 

  • In Rheinland-Pfalz erhalten von der KV anerkannte Praxisnetze eine finanzielle Förderung von 10 Euro (Basis-Stufe), 15 Euro (Stufe I) bzw. 20 Euro (Stufe II) je Arzt des Praxisnetzes,
  • im Bereich der KV Baden-Württemberg erhält jeder Netzarzt eine Anhebung seines RLV-/QZV-Budgets um 100 Euro je Quartal,
  • in Bayern um 125 Euro je Quartal und
  • im Saarland erhalten Mitglieder von anerkannten Praxisnetzen für die Teilnahme an Sitzungen von Qualitätszirkeln eine Vergütung in Höhe von 100 Euro je Sitzung, maximal für zwei Sitzungen im Quartal.
Quelle: Ausgabe 02 / 2016 | Seite 2 | ID 43816673