logo logo
Meine Produkte: Bitte melden Sie sich an, um Ihre Produkte zu sehen. Anmelden
Menu Menu
MyIww MyIww
Jetzt testen

·Fachbeitrag ·EBM 2017

Versorgung in Pflegeheimen - Der koordinierende Vertragsarzt im Kapitel 37

| Über die neuen Abrechnungspositionen für Kooperations- und Koordinationsleistungen in Pflegeheimen im neuen EBM Kapitel 37 haben wir ausführlich in AAA 08/2016, Seite 9 berichtet. Die in diesem Zusammenhang obligatorisch abzuschließenden Kooperationsverträge (AAA 08/2016, Seite 11) sehen vor, dass die Koordinationsaufgaben in der Regel vom betreuenden Hausarzt des Pflegeheim-Patienten übernommen werden. Wie sehen die Aufgaben genau aus? |

 

Die Aufgaben des koordinierenden Vertragsarztes

Der koordinierende Vertragsarzt ist erster Ansprechpartner für die medizinischen Belange des Patienten und hat folgende - in der Legende zur EBM-Nr. 37105 beschriebenen- Aufgaben:

 

  • Obligater Leistungsinhalt: Koordination von diagnostischen, therapeutischen und rehabilitativen Maßnahmen und der pflegerischen Versorgung in der stationären Pflegeeinrichtung mit weiteren Ärzten, die an der Versorgung gemäß einem Kooperationsvertrag nach § 119b SGB V teilnehmen sowie einbezogenen Pflegefachkräften, Steuerung des multiprofessionellen Behandlungsprozesses.
  • Fakultativer Leistungsinhalt: Koordination der Regelungen zur Einbeziehung des vertragsärztlichen Bereitschaftsdienstes und Koordination der telefonischen Erreichbarkeit, ggf. unter Einbeziehung des vertragsärztlichen Bereitschaftsdienstes.

 

Im Vertrag mit dem Pflegeheim ist der koordinierende Vertragsarzt zu bestimmen. Dies ist im Regelfall der behandelnde Hausarzt des Patienten. Je nach Krankheitsbild können jedoch auch andere an der Behandlung beteiligte Fachärzte die Koordinationsaufgaben übernehmen, speziell Fachärzte für Neurologie, Nervenheilkunde, Neurologie und Psychiatrie sowie Psychiatrie und Psychotherapie.

 

Die Abrechnung der EBM-Nr. 37105

Während die kooperierenden Vertragsärzte den Zuschlag zur Versicherten- bzw. Grundpauschale nach den Nrn. 37100 bzw. 37102 (125 Punkte bzw. 13,16 Euro ab 2017) berechnen können, rechnet der koordinierende Vertragsarzt die deutlich höher bewertete Nr. 37105 (275 Punkte bzw. 28,96 Euro ab 2017) als Zuschlag zur Versichertenpauschale ab, und zwar für jeden Patienten, für den er im Vertrag als koordinierender Vertragsarzt bestimmt wurde.

 

MERKE | Die EBM-Nr. 37105 kann im Laufe eines Quartals nur von einem an der Behandlung beteiligten Vertragsarzt berechnet werden. Sind mehrere Ärzte an der Behandlung beteiligt, z. B. im Vertretungsfall der Vertreter des koordinierenden Vertragsarztes, müssen sie darüber eine schriftliche Vereinbarung treffen.

 
Quelle: Ausgabe 12 / 2016 | Seite 2 | ID 44391715