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  • 01.12.2005 | Selbstzahlerleistungen

    Hochton-Therapie: Mit Tönen gegen Schmerzen

    von Dr. med. Bernhard Kleinken, PVS Consult, Köln

    Das Interesse an alternativen Heilmethoden ist groß. Dem Patienteninteresse stehen aber nur relativ wenige Ärzte gegenüber, die in ihrer Praxis alternative Heilverfahren anwenden. Handelt es sich um „alternative Apparatemedizin“, müssen Patienten entsprechende Ärzte oft regelrecht suchen. Vor diesem Hintergrund ist für Hausärzte, die den alternativen Heilmethoden gegenüber aufgeschlossen sind, die Hochton-Therapie eine attraktive IGeL-Leistung.  

    Anwendung in der Hausarztpraxis

    Die Hochton-Therapie ist auch als Ur-Ton-Therapie oder Watt-Differentialtherapie (WaDIT®) bekannt. Sie arbeitet mit der Anwendung von hohen Tönen, den so genannten Hochtonfrequenzen. Das Wirkprinzip wird als „durch Resonanz bewirkte Anregung biochemischer und bioelektrischer Prozesse im interzellulären Bereich“ beschrieben. Unter anderem soll die Funktion der Zell-Zell-Kanälchen (gap junctions) gefördert und verbessert werden. Es wird von guten Erfolgsquoten berichtet, zum Beispiel bei Arthrose, radikulären Schmerzen, Migräne und anderen Formen vasomotorischer Kopfschmerzen sowie schlecht heilender Ulcera cruris und Osteoporose. Andere Indikationen sind zum Beispiel Neurodermitis, Allergien, Asthma und Tinnitus.  

     

    Die Applikation erfolgt über Klebeelektroden in entspannter Atmosphäre. Sie dauert zwischen zwanzig Minuten und einer Stunde. Behandlungen erfordern meist etwa 10, manchmal aber auch bis zu 40 Sitzungen; die Anwendung erfolgt entweder täglich oder mehrmals wöchentlich. Der Patient verspürt bei der Therapie ein sanftes Kribbeln oder Klopfen im Anwendungsbereich. Unerwünschte Nebenwirkungen treten in der Regel nicht auf. Nur wenige Kontraindikationen – zum Beispiel Herzschrittmacher und akute Infektionen – sind zu beachten.  

     

    Die Therapie kann weitgehend von Helferinnen durchgeführt werden, muss aber unter ärztlicher Aufsicht erfolgen. Nachteilig ist eventuell der Raumbedarf für die Durchführung der Therapie, die Geräte selbst sind jedoch sehr kompakt. Die Anschaffungskosten betragen für Neugeräte etwa 8.000 Euro, Gebrauchtgeräte gibt es schon ab etwa 1.000 Euro.  

    Abrechnung der Hochton-Therapie