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Recht

Horizontal- und Vertikalvergleich in einem Quartal zulässig

Ein Arzt war bei zahlreichen EBM-Positionen durch Vergleich mit den entsprechenden Werten seiner Fachgruppe (Horizontalvergleich) gekürzt worden, weil Überschreitungen zwischen 120 und 1.380 Prozent ermittelt wurden. Der Beschwerdeausschuss setzte daraufhin Kürzungen zwischen 40 und 87,5 Prozent fest.

Neben dem Horizontalvergleich war die Abrechnung des Arztes bei anderen EBM-Positionen durch Vergleich mit dem eigenen Abrechnungsverhalten in den letzten Quartalen geprüft worden (Vertikalvergleich). Dies führte ebenfalls zu Kürzungen, weil der Beschwerdeausschuss hier der Auffassung war, wegen des signifikanten Anstiegs der Abrechungsfrequenzen einzelner Positionen in der gesamten Arztgruppe ermögliche der Horizontalvergleich insoweit keine angemessene Wirtschaftlichkeitsprüfung.

Ihr Kollege klagte gegen diese Kürzungen und begründete dies damit, die Kombination von Horizontal- und Vertikalvergleich im selben Quartal sei ausgeschlossen. Das sah jedoch das Bundessozialgericht in einer aktuellen Entscheidung vom 12. Dezember 2001 (Az: B 6 KA 7/01 R) anders: Ein Rechtssatz, wonach die Honorarforderung eines Arztes in einem Quartal entweder nur im Horizontal- oder im Vertikalvergleich geprüft werden könne, bestehe nicht. Ausgeschlossen sei lediglich die Prüfung des Ansatzes derselben Leistung nach beiden Methoden. Dies sei jedoch hier nicht der Fall gewesen.

Quelle: Abrechnung aktuell - Ausgabe 02/2002, Seite 1

Quelle: Ausgabe 02 / 2002 | Seite 1 | ID 100028